Tourist lässt Rucksack am Gipfel stehen – und löst Suchaktion aus

Tourist lässt Rucksack stehen – und löst Suchaktion aus

Weil er seinen Rucksack nicht bis zum Gipfel schleppen wollte, ließ ein 28-jähriger Backpacker diesen einfach auf dem Weg stehen. Mit Folgen: Die Bergretter vermuteten einen Notfall – eine Suchaktion begann.

Der Traunstein am Traunsee in Österreich.
Der Traunstein am Traunsee in Österreich: Auf die Spitze des Berges wollte ein Backpacker – allerdings lieber ohne den schweren Rucksack.

Foto: imago images/Eibner Europa

Reisepass, Handy, Portemonnaie und allerlei Equipment wurden einem 28-jährigen Wanderer auf seinem Weg zum Traunstein in Oberösterreich einfach zu schwer. Offenbar hatte er den Aufstieg auf den 1.691 Meter hohen Berges in Gmunden unterschätzt.

Er startete um 7 Uhr morgens am Donnerstag seine Tour – und brach bereits nach 750 Höhenmetern ab. Kurzerhand befreite er sich von der Last auf seinem Rücken und stellte den 25 Kilo schweren Rucksack einfach ab. Nur mit 20 Euro in der Hosentasche ging es für ihn weiter in Richtung Gipfel.

Verlassener Rucksack löst Suchaktion in Österreich aus 

Doch der verlassene Rucksack sollte für richtig Trubel sorgen: Knapp eine Stunde später, gegen 8 Uhr, kam eine vierköpfige Bergsteigergruppe vorbei – sie befürchtete das Schlimmste. War der Besitzer etwa abgestürzt? Umgehend setzte sie einen Notruf ab. Das teilte die zuständige Polizei mit.

Die Bergrettung Gmunden, die Polizeiinspektion und die Alpinpolizei Gmunden waren in Alarmbereitschaft. Vier Bergsteiger suchten mit Hunden vehement nach dem verschollenen Rucksack-Besitzer. Sogar Hubschrauber flogen den Berg ab. 

Backpacker wurde Rucksack zu schwer – und machte in einer Hütte Pause

Doch erst als die umliegenden Hütten und Gasthäuser über die Suchaktion nach dem mutmaßlichen Absturzopfers informiert wurden, kam die erleichternde Botschaft: Der Backpacker hatte sich während des Gipfelaustiegs einfach eine Pause gegönnt.

Gegen 9.15 Uhr rief ein Angestellter der Gmundner Hütte (1.666 Meter Höhe) bei der Polizei an und erzählte, dass soeben ein Wanderer eingekehrt sei.

Und Tatsache: Es war der 28-Jährige, der seinen 25-Kilo-Rucksack einfach nicht nach ganz oben schleppen wollte. Bei dem Mann handelt es sich um einen Franzosen, der gerade auf einer zweimonatigen Rucksack-Tour durch Europa unterwegs ist.

Ohne Gepäck muss er diese Reise übrigens nicht verbringen. Die Polizei übergab ihm am Donnerstagnachmittag seinen Rucksack wieder. 

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