Fünf Menschen mit Schussverletzungen, ein demoliertes Haus und ein frustrierter Airbnb-Host: Das ist die Bilanz der Horror-Party-Nacht am vergangenen Montag. Karen Williams hatte ihre Unterkunft in Columbus im US-Bundesstaat Ohio an eine vierköpfige Gruppe von Sonntag bis Dienstag vermietet.

Doch am Montag gegen 4 Uhr morgens nahmen die Nachbarn eine heftige Auseinandersetzung auf der Straße vor dem Haus wahr. Daraufhin folgten Schüsse. Der amerikanische Fernsehsender „ABC 6“ berichtete am folgenden Tag vom Ort des Geschehens.

Schüsse in Airbnb-Unterkunft – Polizei ermittelt

Ob der Streit und die Schießerei miteinander zusammenhängen, ist bisher unklar. Auch wer die Schüsse abfeuerte, wird noch ermittelt. Am Tatort soll die Polizei jedoch mehrere Waffen gefunden haben. 

Der Gang in Karens Haus zeigt die Verwüstung: Einschusslöcher in den Wänden, ein herausgerissener Netzstecker des Sicherheitssystems, Utensilien zum Drogen- und Alkoholkonsum. Der Schaden soll sich auf meherere Tausend Dollar belaufen.

Ein Marihuana-Geruch soll in den Räumen geschwebt sein – und das, obwohl Karen ihren Gästen ausdrücklich das Rauchen in den Vereinbarungen untersagte. Seit Januar dieses Jahres bietet sie die Unterkunft auf Airbnb an und machte damit bislang nur gute Erfahrungen.

Gruppe soll wilde Hausparty gefeiert haben

Bis zu der besagten Montagnacht. „Sie haben den Laden im Grunde genommen in Stücke gerissen, alles ist über den Haufen geworfen“, sagte sie. Karen habe über ihre Überwachungskameras beobachtet, wie teilweise bis zu 20 Leute in dem Haus feierten. Auch das habe sie vorab verboten.

Warum sie nicht bereits zu diesem Zeitpunkt eingriff, erwähnte sie nicht. Doch für sie ist klar: „Ich werde an Einheimische nichts mehr vermieten, Punkt. Das ist alles, was ich tun kann, um so etwas zukünftig zu verhindern.“

Diese Konsequenzen zieht Airbnb wegen der Schießerei

Der reisereporter hat bei Airbnb um ein Statement gebeten. In diesem heißt es: „Unerlaubte Partys sind ein eindeutiger Vertrauensbruch, und die damit verbundene Gewalt hat in der Airbnb-Community keinen Platz.“

Weiter sagte uns eine Sprecherin: „Der Gast wurde auf der Airbnb-Plattform gesperrt und die Unterkunft deaktiviert, während die Untersuchungen zum Vorfall andauern. Wir haben außerdem Kontakt zur Polizei in Columbus aufgenommen und ihr unsere Unterstützung bei der Aufklärung zugesichert.“

Die Sicherheit der Community habe für das Unternehmen Priorität. Bei täglich zwei Millionen Übernachtungs-Gästen auf der ganzen Welt seien solche Vorfälle extrem selten.