Marokko: Perfekte Wellen in Nordafrikas Surf-Mekka | reisereporter.de

Marokko: Perfekte Wellen in Nordafrikas Surf-Mekka

In einem der wellenreichsten Länder der Erde bricht vielleicht in genau diesem Moment die perfekte Welle. Marokko ist nicht nur Marrakesch, Atlas-Gebirge und Sahara. Das Land zieht auch zahlreiche Surfer an.

Marokkos Küste ist gesäumt von Surfspots. Auf der Suche nach der perfekten Welle kommen Surfer auch gern nach Aourir.
Marokkos Küste ist gesäumt von Surfspots. Auf der Suche nach der perfekten Welle kommen Surfer auch gern nach Aourir.

Foto: Nils Peuse

Angenehmes Klima, eine fremde Kultur und freundliche Menschen sind nur drei der Gründe, die für einen Urlaub in Marokko sprechen.

Pointbreak, Beachbreak, Sand oder Riff, schnell oder langsam, rechts und links – die Küste des Landes ist gesäumt von zahlreichen Surfspots, die insbesondere im europäischen Winter Anfängern, Fortgeschrittenen und auch Profis hervorragende Bedingungen und viel Abwechslung bieten. Das ist für Surfer der Grund, nach Marokko zu kommen.

Video: Warum Marokko perfekt zum Surfen ist

Diese Abwechslung ist auch für Mehdi El Ouazzani Cahadi, einen der Surflehrer des Pure Surfcamps in der Nähe von Aourir, das Außergewöhnliche am Surfen in Marokko.

 „Alle Surfschüler bekommen eine Einführung von uns, damit wir ihr Surfniveau abschätzen können. Das Tolle am Surfen in Marokko ist aber, dass für alle Stufen des Könnens der richtige Spot dabei ist und man nie weit fahren muss, um die passenden Wellen zu finden. Und viele Surfer kommen auch wegen des guten Essens und der friedlichen Atmosphäre. Die ist hier wirklich einzigartig“, sagt er.

Mehdi El Ouazzani Cahadi arbeitet als Surflehrer für das Pure Surfcamp in Aourir.
Mehdi El Ouazzani Cahadi arbeitet als Surflehrer für das Pure Surfcamp in Aourir. Foto: Nils Peuse

Von der Dachterrasse den Blick übers Meer schweifen lassen

Die kleine Stadt Aourir liegt etwa 30 Minuten mit dem Auto von Agadir entfernt. In einer unscheinbaren Seitenstraße am Rande des Ortes findet sich der moderne Neubau des Surfcamps, in dem man ein junges, internationales Publikum antrifft.

Aus den Boxen der auf der Dachterrasse gelegenen Bar tönen zum Sonnenuntergang entspannte House-Beats, es werden Cocktails getrunken und es wird viel über das Surfen geredet.

Über den Infinity-Pool hinweg hat man einen direkten Meerblick und kann schon aus der Ferne ausgiebig über die Wellen philosophieren und die Sonne genießen, die hier an 330 Tagen im Jahr scheint. Dabei wird es dank der steten Meeresbrise nie unerträglich heiß.

Am Rand des kleinen Ortes Aourir befindet sich das Pure Surfcamp. Von der Dachterrasse aus bietet sich ein Blick bis aufs Meer.
Am Rand des kleinen Ortes Aourir befindet sich das Pure Surfcamp. Von der Dachterrasse aus bietet sich ein Blick bis aufs Meer. Foto: Nils Peuse


Der vom Surfcamp zu Fuß erreichbare Ortskern Aourirs bietet zusätzlich zu einem typisch marokkanischen Wochenmarkt auch einen Eindruck davon, wie das traditionelle Marokko aussieht.

Vielen Touristen begegnet man hier nämlich nicht, dafür duftet es an jeder Ecke nach dem Schmorgericht Tajine, Orangen und orientalischen Gewürzen.

Müllproblem ist auch in Marokko allgegenwärtig

Am Strand von Aourir weichen diese angenehmen Gerüche leider einem leicht stechenden, fauligen Geruch. Schnell fällt auf: Das Müllproblem ist auch hier – wie in vielen Gegenden Nordafrikas – allgegenwärtig. Die wenigen aufgestellten Mülltonnen sind überfüllt, überall liegen weggeworfene Plastikflaschen im Sand.

Einer der Surflehrer sagt, man solle möglichst kein Wasser schlucken. Mehrfach wären Surfschüler und Badegäste dadurch schon krank geworden.

Zwar sei alles schon viel besser geworden, seitdem Plastiktüten verboten sind und er sich der Müllentsorgung selbst angenommen habe, sagt Richard Thurnes, der Betreiber des lokalen Restaurants Richies direkt am Strand von Aourir. „Aber wir haben noch einen weiten Weg zu gehen.“

Richard Thurnes betreibt in Aourir das Strandrestaurant Richies. Regelmäßig befreit er mit den Surfern den Strand vom Müll.
Richard Thurnes betreibt in Aourir das Strandrestaurant Richies. Regelmäßig befreit er mit den Surfern den Strand vom Müll. Foto: Nils Peuse

Surfer helfen den Strand aufzuräumen

Erst kürzlich wurde ein unbelehrbarer Lebensmittelverkäufer mit mehr als tausend Euro Bußgeld belegt, weil er seinen Kunden weiterhin verbotenerweise Plastiktüten verkaufte, erzählt Thurnes.

„Früher konnten sich die Leute nicht vorstellen, wie sie ohne Plastiktüten ihre Einkäufe nach Hause bringen sollen, der Aufschrei hier war riesig. Nun, da sie schon eine ganze Weile verboten sind, sieht jeder die unmittelbaren Vorteile, die dieser Verzicht mit sich bringt. Und irgendwie bekommt ja jetzt trotzdem jeder seine Einkäufe nach Hause. Außerdem räumen wir hier wöchentlich gemeinsam mit unseren Surfgästen den Strand auf. Auch das hilft.“

Zum typischen Bild am Strand von Aourir gehören auch die Kamele.
Zum typischen Bild am Strand von Aourir gehören auch die Kamele. Foto: Nils Peuse

Dass das noch keine perfekte Lösung ist, weiß auch Thurnes. „An den tollen Wellen hier ändert das aber natürlich nichts“, sagt er und schaut dem Besitzer des Kamels hinterher, das in diesem Moment neben abgelegten Brettern der Surfschule entlangtrottet. Auch das gehört zu einem Surfurlaub in Marokko.

Tipps für deine Reise nach Marokko

Anreise: Der nächstgelegene Flughafen befindet sich in Agadir. Flüge gibt es zum Beispiel ab Hamburg, Frankfurt am Main, Düsseldorf und Berlin.

Unterkunft: Pure Surfcamp Marokko, Route vers Tamawanza, F8VG+W7, Aourir, Marokko

Veranstalter: Eine Woche im Pure Surfcamp Marokko mit Flug und Halbpension ist ab 607 Euro pro Person im Doppelzimmer bei Tui buchbar.

   

Die Reise wurde unterstützt von Tui. Über Auswahl und Ausrichtung der Inhalte entscheidet allein die Redaktion.

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