Die 33-tägige Kreuzfahrtüber den Atlantik endete für ein britisches Paar vor Gericht: Sie hatten versucht, an Bord der „Marco Polo“ mehrere Kilo Drogen aus der Karibik nach Europa zu schmuggeln. Das Paar war Anfang Dezember 2018 in Lissabon verhaftet worden, nun wurden beide angeklagt.

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Kreuzfahrtpassagiere schmuggeln Kokain in Koffern

Die Kreuzfahrtpassagiere hatten das Kokain in Koffern mit doppeltem Boden versteckt. Es hatte einen Wert von rund 2,2 Millionen Euro. Wer die beiden als Drogenkuriere beauftragt hatte, konnte die Staatsanwaltschaft bislang nicht ermitteln. Laut Anklageschrift hätten die Briten mit Wohnsitz in Portugal aber in dem Bewusstsein gehandelt, eine Straftat zu begehen.

Nach der Festnahme wurden Roger und Sue deshalb nicht auf Kaution freigelassen – zu groß sei die Gefahr, dass sie weitere Straftaten begehen oder abhauen könnten. 

Nach portugiesischem Recht erwarte die Schmuggel-Rentner eine Haftstrafe von bis zu zwölf Jahren, berichtet der britische „Mirror“. Derzeit befinden sich beide in unterschiedlichen Gefängnissen in Lissabon.

Kreuzfahrt-Schmuggler waren schon vorbestraft

Es ist nicht das erste Mal, dass das Paar als Drogenschmuggler aktiv war und dafür hinter Gittern wandern musste. Weil sie mehrfach Cannabis nach Norwegen geschmuggelt hatten, wurde Roger zu fünf Jahren und Sue zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt.

Nach ihrer Festnahme im September 2004 flohen die beiden aus dem Land, als sie auf Kaution frei waren. Erst, nachdem sie wieder nach Norwegen ausgeliefert worden waren, wurden sie verurteilt.