Vergleich: Diese Airlines verlangen am meisten Extragebühren

Extragebühren: Diese Airlines kassieren Passagiere ab

Ob mit Vielfliegerprogrammen, Gepäckkosten, Snacks und Getränken oder der Vermittlung von Mietwagen: Durch den Verkauf von Zusatzleistungen scheffeln Fluggesellschaften Milliarden. Vorne mit dabei: Ryanair.

Auf einer Box wird im Flughafen Hamburg auf die maximalen Größen von Handgepäck hingewiesen.
Große Handgepäckstücke dürfen bei vielen Billig-Airlines nicht mehr kostenfrei an Bord – noch eine Extra-Einnahmequelle für die Fluggesellschaften.

Foto: imago images/Nikita

Durch das Hinzububuchen von Zusatzleistungen zahlst du für deinen Flug am Ende oftmals weit mehr als den eigentlichen Ticketpreis. Wie viel Geld die Fluggesellschaften mit solchen Extragebühren im vergangenen Jahr umgesetzt haben, verrät ein Ranking der Plattform „Car Trawler“.

Überraschend: Auf den ersten drei Plätzen landeten nicht etwa Billig-Airlines – sondern einige der größten Fluggesellschaften der USA.

Ryanair, bei der Passagiere seit einigen Monaten sogar für Handgepäckstücke draufzahlen müssen, erzielte weltweit den fünftgrößten Umsatz, in Europa landet die irische Billig-Airline an der Spitze. Dahinter folgt die Lufthansa Group.

Insgesamt gelten vier der Fluggesellschaften in den Top 10 als Billig-Airlines.

Die zehn Airlines mit dem größten Umsatz aus Extragebühren 2018:

  1. American Airlines: 7,245 Milliarden US-Dollar (etwa 6,5 Milliarden Euro)
  2. United Airlines5,802 Milliarden US-Dollar (etwa 5,2 Milliarden Euro)
  3. Delta Air Lines: 5,57 Milliarden US-Dollar (etwa 5 Milliarden Euro)
  4. Southwest Airlines: 4,049 Milliarden US-Dollar (etwa 4,54 Milliarden Euro)
  5. Ryanair: rund 2,8 Milliarden US-Dollar (etwa 2,52 Milliarden Euro)
  6. Lufthansa Group: rund 2,63 Milliarden US-Dollar (etwa 2,36 Milliarden Euro)
  7. Air France/KLM: rund 2,58 Milliarden US-Dollar (etwa 2,32 Milliarden Euro)
  8. Easyjet: rund 1,598 Milliarden US-Dollar (etwa 1,43 Milliarden Euro)
  9. Spirit Airlines: rund 1,49 Milliarden US-Dollar (etwa 1,34 Milliarden Euro)
  10. Air Canada: rund 1,45 Milliarden US-Dollar (etwa 1,3 Milliarden Euro)

Fast alle Airlines haben einen ordentlichen Zuwachs verzeichnet: Easyjet ist beispielsweise vom zehnten auf den achten Platz geklettert, mit fast 300 Millionen Dollar mehr als 2017. Und American Airlines hat im Vergleich zum Vorjahr sogar über 1,9 Milliarden Dollar mehr Umsatz durch Extragebühren kassiert. Das Ergebnis: Platz eins der Top 10.

In dem Ranking wird außerdem aufgelistet, wie sich die Extragebühren zusammensetzen. So generieren die US-Airlines den Großteil (rund 70 bis 85 Prozent) der entsprechenden Umsätze durch Vielfliegerprogramme. Bei den europäischen Airlines überwiegen stattdessen Gebühren für Zusatzleistungen wie für das Gepäck sowie Einzelhandelskommissionen.

Ryanair: Ein Drittel des Umsatzes durch Extrakosten für Gepäck, Snacks und Co.

Wie viel tragen Extragebühren eigenlich zum Gesamtumsatz bei? In den Top 10 der Airlines mit dem größten Extragebühren-Anteil am Umsatz landen sogar neun Billig-Airlines.

Fast die Hälfte (47,6 Prozent) des Umsatzes generiert Viva Aerobus aus Mexiko mit Einnahmen aus Extragebühren. Bei Ryanair ist es fast ein Drittel (31,7 Prozent) des Umsatzes, bei der ungarischen Wizz Air immerhin 41,1 Prozent.

Wie du Zusatzkosten bei Ryanair vermeidest und deinen Flug komfortabler gestalten kannst, verraten wir dir in unseren reisereporter-Hacks. 

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