Hitzewelle: Briten ärgern sich über vermüllte Strände

Hitzewelle: Briten ärgern sich über vermüllte Strände

In Großbritannien wurden am vergangenen Donnerstag Hitzerekorde gebrochen. Briten strömten in Scharen an die Strände – doch viele hinterließen dort ihren Müll. Anwohner schimpfen außerdem über Wildpinkler.

Zahlreiche Strandbesucher am Strand von Brighton, England.
Die hohen Temperaturen genossen die Menschen in Großbritannien unter anderem am Strand von Brighton.

Foto: imago images/Zuma Press/Hugo Michiels

Ein Urlaubsort in Spanien? Nein, diese Fotos wurden tatsächlich in Schottland und England aufgenommen. Denn die Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 39 Grad machte auch vor Großbritannien nicht halt.

So wie der Portobello Beach in Edinburgh sahen viele Strände an den britischen Küsten aus: Dicht an dicht drängten sich die Strandbesucher und kühlten sich in der Nordsee ab. 

Müll, Wildpinkler und Schlägereien: Britische Strände leiden unter der Hitzewelle

Doch das tropisch anmutende Sonnenbad hat auch seine Schattenseiten: Zahlreiche Einheimische beschweren sich in den sozialen Medien über Müll.

„Das schiere Ausmaß des Chaos wurde von Besuchern verursacht, die ihren Müll einfach am Strand gelassen haben, anstatt ihn mit nach Hause zu nehmen, oder indem sie ihren Müll neben volle Mülleimer stellten, obwohl in der Nähe auch leere waren“, schreibt ein Twitter-User.

Anwohner kritisieren außerdem, dass sie keine freien Parkplätze mehr finden würden – und Wege von Strandbesuchern einfach als öffentliche Toiletten genutzt würden. 

Ein Bild vom Blackpool Beach zeigt das Ausmaß der Verschmutzung an einigen Stränden des Vereinigten Königreichs: 

Ein Junge spielt nahe dem Pier in den Wellen, um ihn herum liegen leere Plastikflaschen, Getränkedosen und anderer Abfall. „Dieses Foto zu sehen ist einfach herzzerreißend“, sagte Emily Parr von der Gruppe „Love My Beach“ gegenüber der „Sun“.

„Leider sind diese Dinge schon zur Normalität geworden, aber dieses Ausmaß zu sehen war überraschend.“ Man könne erkennen, dass der Müll frisch und am selben Tag am Strand zurückgelassen worden sei. Ihr Appell an alle Strandbesucher im Sommer: „Sie müssen ihren Müll mit nach Hause nehmen.“

Städte wollen Strandbesucher zu Beach-Clean-ups motivieren

Einige Regionen haben zwar bereits Maßnahmen getroffen, um das Müllproblem in den Griff zu bekommen. Die Kampagne „My Beach Your Beach“ hat am Portobello Beach Mülleimer und Ausrüstung zum Sammeln von Müll bereitgestellt.

Damit können Strandbesucher den Sand sauber halten. Einige bemängeln allerdings überfüllte Abfalleimer – und die Müllpicker werden häufig einfach mitgenommen und müssen dann ersetzt werden.

Doch nicht nur der Müll wurde in der vergangenen Woche zum Problem: Am Portobello Beach in Edinburgh erhitzten sich die Gemüter so sehr, dass zwischen einigen Gruppen Jugendlicher eine Massenschlägerei am Strand entfesselt wurde. Vor den Augen schockierter Familien seien dabei zwei Menschen leicht verletzt worden, berichtet „Edinburgh News“.

Donnerstag war der heißeste Juli-Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in England. In Cambridge wurden 38,1 Grad gemessen – das ist die zweithöchste jemals gemessene Temperatur in Großbritannien, berichtet der „Guardian“.

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