Datenleck: 2.000 Krankenakten von Thailand-Urlaubern online

Datenleck: 2.000 Krankenakten von Thailand-Urlaubern online

Wer krank ist und verschreibungspflichtige Medikamente mitführt, muss diese vor seinem Thailand-Urlaub anmelden. Durch ein Datenleck sind nun 2.000 Patientendaten frei zugänglich im Internet zu finden.

Koh Phi Phi in Thailand.
Im Urlaubsparadies Thailand gelten strenge Regeln, was die Einfuhr von Medikamenten angeht.

Foto: imago images/Westend61

Medizinische Diagnosen, Schreiben von Ärzten, Reisepass-Kopien und Nachweise über verschreibungspflichtige Medikamente von mehr als 2.000 Patienten weltweit, die in Thailand Urlaub machen – die „Bild“-Zeitung hat ein großes Datenleck des thailändischen Gesundheitsministeriums öffentlich gemacht.

Demnach sind die medizinischen Daten und Krankenakten von 2.000 Urlaubern, davon rund 130 Deutsche, betroffen. Wer den Namen und Thailand googelt, stoße auf die Dateien, heißt es in dem Artikel.

Thailand hat strenge Regeln bei der Medikamenteneinfuhr

Thailand hat strenge Regeln, was die Einfuhr von Medikamenten wie etwa Schlafmitteln, Schmerzmitteln oder Psychopharmaka angeht. Wer sie im Urlaub benötigt, muss sie vorab beim Gesundheitsministerium anmelden, dazu ist ein Schreiben vom Arzt notwendig. All die Dinge sind nun offenbar frei im Internet zugänglich.

Nebst den Diagnosen gibt es auch weitere Details wie Aufenthalte in psychiatrischen Kliniken, Behandlungen bei Krebserkrankungen, dazu die Daten aus dem Reisepass, Telefonnummern und E-Mail-Adressen.

Das Gesundheitsministerium prüft den Vorfall

Wie genau es zu dem Datenleck gekommen ist, ist noch unklar. Laut dem Artikel prüft das Gesundheitsministerium in Bangkok den Vorfall. Vorkommen können solche Pannen laut Internetrechts-Experte Niko Härting, den die „Bild“ zitiert, bei Wartungsarbeiten oder durch gezielte Hacker-Angriffe. Er bezeichnete das Leck als „Super-GAU für die IT-Sicherheit“. 

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert Aufklärung – es müsse in Erfahrung gebracht werden, wie lange die Daten in welcher Form gespeichert werden und seit wann sie warum veröffentlicht wurden.

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