War ein Clown schuld? Massenschlägerei auf Kreuzfahrtschiff Britannia

War ein Clown schuld? Massenschlägerei auf Kreuzfahrtschiff

Sie nutzten Geschirr als Waffen, Kinder versteckten sich ängstlich: An Bord der „Britannia“ zwischen Norwegen und Großbritannien erregte offenbar ein Kostüm die Gemüter derart, dass eine Massenschlägerei ausbrach.

Kreuzfahrtschiff „Britannia“ bei Nacht.
Die Schlägerei brach nach einer Party um zwei Uhr morgens an Bord der „Britannia“ aus. (Symbolbild)

Foto: imago images/Ed Rhodes/Loop Images

Einige mögen Clowns – andere nicht. Dass der Hass allerdings so groß ist, dass gleich eine Massenschlägerei ausbricht, ist doch eher ungewöhnlich. An Bord des Kreuzfahrtschiffes „Britannia“ soll nach Angaben des TV-Reporters Richard Gaisford von „BBC“ aber genau das passiert sein.

Stress auf P&O-Kreuzfahrtschiff: War ein Clown schuld?

Kurz nachdem das Schiff Bergen in Norwegen verlassen hatte und gen Southampton in Großbritannien fuhr, feierten Passagiere einen patriotischen Themenabend – Videos der Party zeigen, wie Hunderte Menschen um den Pool herum tanzen und mit britischen Fähnchen wedeln. Es soll viel Alkohol geflossen sein, so Gaisford.

Gegen 2 Uhr am Freitagmorgen eskalierte die Situation. Warum genau, ist unklar. Ein Augenezuge sagt aus, dass ein Mann im Clownskostüm zum Buffet im Restaurant auf Deck 16 erschienen sei. Das wiederum habe eine Familie verärgert, die explizit eine Kreuzfahrt ohne Kostümierung gebucht hatte.

Die Reederei bestreitet jedoch, dass es einen Clown gegeben habe.

Passagier nach Schlägerei: „Es war überall Blut“

Fakt ist jedoch: Es kam zu einer großen Schlägerei. Einige Beteiligte sollen sogar Teller, Möbel und Geschirr als Waffen eingesetzt haben. „Es war überall Blut“, schrieb Journalist Richard Gaisford auf Twitter. Familien und Kinder hätten sich panisch versteckt, als Möbel durch die Luft flogen, meldet die britische „BBC“.

Sechs Menschen, darunter auch Crew-Mitglieder, wurden bei der Attacke verletzt, die zwei mutmaßlichen Auslöser des Streits, Männer im Alter von 41 und 43 Jahren aus Essex, wurden in Kabinen festgehalten, bis das Schiff am Samstagmorgen in Southampton anlegte.

Dort hat es nun einen planmäßigen Aufenthalt, ehe es die Fahrt Richtung Mittelmeer fortsetzt – ohne die Krawallmacher.

Die britische Polizei untersucht den Vorfall nun. Die Crew hat britischen Medien gegenüber einen „Vorfall an Bord“ bestätigt, bei dem sechs Menschen verletzt wurden. Das medizinische Personal an Bord habe sich um die Verletzten gekümmert.

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