Studie zeigt: 259 Selfie-Tote in 6 Jahren – kommen No-Selfie-Zonen?

259 Selfie-Tote in 6 Jahren: Kommen Selfie-freie Zonen?

Wenn das Urlaubs-Selfie tödlich endet: Weltweit kamen 259 Menschen bei dem Versuch ums Leben, mit dem Handy vor der Nase ein Erinnerungsfoto von sich zu schießen. Und die Liste wird immer länger.

Eine Gruppe von Touristen fotografiert sich vor dem Hollywood-Sign.
Eine Gruppe von Touristen fotografiert sich vor dem Hollywood-Sign. Für das perfekte Selfie werden riskante Aktionen in Kauf genommen.

Foto: unsplash.com/Herman Yang

Die Zahlen sprechen für sich: 259 Menschen starben innerhalb von sechs Jahren beim Selfie-Machen. Der immer noch anhaltende Trend, sich auf Reisen selbst zu fotografieren, um sich dann auf Instagram oder Facebook möglicherweise vor anderen zu profilieren, sorgt weiterhin für Diskussionsstoff.

Wissenschaftler der indischen Institution „Journal of Family Medicine and Primary Care“ haben die erschreckende Zahl von 259 Selfie-Toten in einer weltweiten Studie festgestellt und fordern Verbotszonen.

In diesem Land gibt es die meisten Selfie-Toten

Mehr als die Hälfte aller Todesfsälle, nämlich 159, gab es in Indien. Dort hat die Politik bereits auf den traurigen Weltmeister-Titel reagiert und eigene No-Selfie-Zonen eingefordert. Zumindest eine Warnung oder abgesperrte Bereiche wären angesichts dieser Zahlen überlegenswert.

In Russland zählt die Todesliste 16 Fälle, die USA folgen mit 14 Todesopfern. Die Studie bezog sich auf die Jahre 2011 bis 2017 – die Liste der Todesfälle ist seither noch um einiges Länger geworden. 

Jüngster Vorfall, über den der reisereporter berichtet hat: Anfang Juli stürzten zwei Urlauber in Spanien bei Alicante die Klippen hinunter, als sie ein Selfie machen wollten. Beide starben.

Die häufigste Todesursache bei den tödlich verunglückten Selfie-Machern

Im Durchschnitt waren die tödlich Verunglückten 23 Jahre alt – davon waren 27,5 Prozent Frauen und 72,5 Prozent Männer.

Der Sturz von hohen Spots markiert die dritthäufigste Todesursache bei Selfies. Davor kommen Unfälle mit Transportmitteln. Am häufigsten ertranken die Menschen laut der Studie – weil Wellen sie beim Selfiemachen ins offene Meer zogen.

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