David Melby war im Urlaub auf den Philippinen, er entspannte sich zwei Wochen lang am berühmten Coco Beach, der immer wieder für sein Müllproblem kritisiert wurde. Doch als Melby ankam, war alles sauber – obwohl der Däne zu keinem Zeitpunkt sah, dass Müll auf den Segelbooten, die alle Ausstattung für das Ferienresort brachten, abtransportiert wurde.

Strand auf Philippinen war vermüllt – nun ist er sauber

In seinem Hotelkomplex machte er sich also auf die Suche nach dem Müll. Am Rande der Anlage, in Richtung der Unterkünfte für die Angestellten, machte er schließlich die schlimme Entdeckung, als er ein Palmblatt anhob: Darunter sammelten sich Butterverpackungen, Essensreste, Plastikflaschen und Mülltüten über Mülltüten.

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Melby, der als Fotograf arbeitet, ging weiter und dokumentierte mit seiner Kamera seinen Fund, meterlang zog sich die Müllschicht, bis tief hinein in den Dschungel, an schwer zugänglichen Stellen. Er konfrontierte das Hotel, erzählt er dem reisereporter. „Sie sagten, sie würden den Müll regelmäßig entsorgen, aber das stimmte offensichtlich nicht.“

Mehrere Hotel-Anlagen des Strandes werfen ihren Müll in den Dschungel

Später wollte Melby wissen, ob sein Hotel das einzige ist, das derart unverantwortlich mit der Umwelt umgeht. „Wir gingen am Strand entlang, und sobald wir hinter der schönen Fassade Blätter angehoben haben, fanden wir Müll. Es war ekelhaft“, sagte er der Zeitung „B.T.“. 

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Für Umweltexperten ist das indes nicht neu. Torben Kristiansen vom Ingenieurbüro Cowi, das in der weltweiten Abfallentsorgung agiert, sagte dem Blatt: „Es werden Müllberge in der Nähe des Meeres angelegt und kurze Zeit später schwimmt der Müll dann im Meer.“

Experte rät, Reiseanbieter vor dem Buchen nach Müllentsorgung zu fragen

Er rät dazu, den Reiseanbieter vor der Buchung aktiv zu fragen, wie die Müllentsorgung in der gewünschten Einrichtung funktioniert. Melby, der mit seinen Eltern vor Ort war, sagt, dass sich die Situation drastisch verschlechtert habe, seit die Anlage nicht mehr in dänischem Besitz sei. „Das wirkt sich erheblich auf den Standard aus“, sagte er dem reisereporter. 

Seine Mutter, gibt er an, habe den Reiseveranstalter über die Zustände informiert.