Surendorfer Strand: Feiner Sand und viel Natur | reisereporter.de

Surendorfer Strand: Romantischer Hotspot mit feinem Sand

Die besten Strände an der Ostseeküste – da gehört Surendorf in Schwedeneck definitiv dazu. Dich erwarten: romantische Sonnenuntergänge, feinsandiger Familienstrand sowie Freizeit- und Wassersportangebote.

Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Die Sonnenuntergänge am Surendorfer Strand sollen zu den schönsten weithin gehören. Im Licht der abendlichen Sonne herrscht eine besondere Stimmung am Strand.
Die Sonnenuntergänge am Surendorfer Strand sollen zu den schönsten weithin gehören. Im Licht der abendlichen Sonne herrscht eine besondere Stimmung am Strand.

Foto: Kerstin von Schmidt-Phiseldeck

Diese Sonnenuntergänge! Diese ganz spezielle Stimmung, wenn es am Surendorfer Strand in Schwedeneck Abend wird: Die ist etwas Besonderes – auch weit über die Region hinaus. Das sagen viele, die man nach dem besonderen Reiz des Strandes an der Eckernförder Bucht fragt.

Der Weg hierher führt von Hamburg aus eigentlich immer nur nach Norden. Bis an diesen Zipfel im Dänischen Wohld, an dem der Blick an der Halbinsel Schwansen vorbei übers weite, offene Wasser schweift.

Im Westen ragt etwa 300 Meter weit die Seebrücke der Wehrtechnische Dienststelle 71 der Bundeswehr ins Wasser. An Sommerabenden von der Sonne in ein wunderbares orangefarbenes Licht getaucht, das auch die Schwimmer im Wasser erfasst.

Ohren auf: So klingt der Surendorfer Strand 

Dazu diese besondere Atmosphäre am Strand, der jetzt leerer und ruhiger ist als tagsüber. Vogelgezwitscher ist zu hören. Stimmen aus den noch zwei, bald wieder drei Restaurants oben an der Promenade: Dort sitzt man mit den Füßen quasi im Sand.

Manche Strandbesucher kommen bewusst erst jetzt. Für ein abendliches Bad. Oder nur, um im Sand zu sitzen. Aufs Wasser zu schauen – und immer wieder nach Nordwesten, Richtung Sonnenuntergang.

Der magische Sonnenstrahl auf der Ostsee

Zwei Männer spielen Frisbee – jetzt ist Platz für weite Würfe über Strandkörbe hinweg. Ein Wasserskifahrer röhrt vorbei, wendet und verschwindet wieder Richtung Osten. Etwas später gleiten zwei Stehpaddler noch mal raus auf die Ostsee. Und immer wieder versuchen Besucher, den magischen Strahl der Sonne auf der Ostsee mit der Kamera einzufangen.

Tauchlehrer Adrian Werner kennt durch seinen Job schöne Strände in der ganzen Welt. Nun betreibt er eine Tauchschule in Surendorf und sagt: „Der Sonnenuntergang hier ist schon etwas Besonderes.“ Auch wegen des ganzen Umfeldes hier. Was nicht heißt, dass der Strand nicht auch tagsüber viel zu bieten hätte.

Der Surendorfer Strand bietet eine familiäre Atmosphäre.
Der Surendorfer Strand bietet eine familiäre Atmosphäre. Foto: Kerstin von Schmidt-Phiseldeck

Gerade bereiten sich Bente-Jana Simon aus Bad Segeberg, Carolin Jensen (beide 17) und Julia-Alexandra Krüger (21) aus Eckernförde auf einen Tauchgang vor. Wie es ihnen hier gefällt? „Sehr gut“, erzählen sie strahlend: „Diese Sonnenuntergänge!“ Und eben das Tauchen ...

Ein paar Meter weiter sitzen vor der Touristinformation Helma Rueben (66) und Gudrun Schipper (63) auf einer Bank, blicken mit stiller Freude über Strand und Wasser. Seit gestern machen die beiden Krefelderinnen hier Urlaub. „Ich könnte ein Buch schreiben“, schwärmt Helma Rueben über Surendorf. Schon als Zehnjährige kam sie erstmals hierher.

Besucher kommen immer wieder nach Surendorf

Später verbrachte die vierfache Mutter mit ihrer eigenen Familie stets den Urlaub hier. Ihre Begleiterin, die frühere Arbeitskollegin Gudrun Schipper, kam an die Ostsee, weil ihre Kinder bei der Kieler Woche segelten.

Nun besuchen die beiden Frauen einmal im Jahr gemeinsam Surendorf. „Immer nur Surendorf“, sagen die Frauen wie aus einem Mund. Allerdings sei der Strand über die Jahre steiniger geworden, hat Helma Rueben beobachtet.

"Ich könnte ein Buch schreiben", sagt Helma Rueben (66, rechts), die seit 56 Jahren Urlaub am Surendorfer Strand genießt. Seit einigen Jahren begleitet sie die frühere Kollegin Gudrun Schippers (63). Die beiden Frauen kommen aus Krefeld an die Ostsee.
„Ich könnte ein Buch schreiben“, sagt Helma Rueben (66, rechts), die seit 56 Jahren Urlaub am Surendorfer Strand genießt. Seit einigen Jahren begleitet sie die frühere Kollegin Gudrun Schippers (63). Foto: Kerstin von Schmidt-Phiseldeck

Früher – wohl bis in die 1960er-Jahre – konnte man hier sogar direkt am Strand zelten, erzählen sie. An der Promenade standen damals noch alte Baracken. Während der Strandsaison boten darin der Bäcker, der Metzger und der Kaufmann aus dem Dorf ihre Waren für die Badegäste an.

Wir sind anders als die hippen, durchgestylten Ostseebäder.

Gundula Staack aus Schwedeneck

Die beiden Krefelderinnen schätzen an diesem Strand die Ruhe. Und dass man so viel in der ganzen Region von Laboe über Kappeln bis an die Westküste unternehmen kann – sie sind unternehmungslustig.

Auch die Schwedeneckerin Gundula Staack, Vorsitzende des Touristikausschusses der Gemeinde, nutzt an diesem Morgen das schöne Wetter für ein Bad in der Ostsee. „Wir sind anders als die hippen, durchgestylten Ostseebäder“, sagt sie über den Surendorfer Strand. 

Man habe sich hier noch etwas Ursprüngliches bewahrt. Mit familiärem, ländlichen Charme, ohne Schnickschnack. In Schwedeneck seien die Strände noch nicht so überlaufen: Das sei auch mit Blick auf die Belastung für die Einwohner gut.

„Das ist der beste Strand“, schwärmt Britta Bucher, die mit Mann Frank Bucher sowie Michael Mohr gerade vor dem DLRG-Bauwagen sitzt und aufs Wasser blickt. Als Rettungsschwimmer wachen sie ehrenamtlich über den Strand. „Hier ist es sehr gepflegt und ruhig, hier sind viele nette Familien und Campinggäste“, sagt die Nordrhein-Westfälin.

Der Strand sei durch seine Lage mit Ost-West-Ausrichtung und selten ablandigem Wind auch sehr gut für Familien geeignet. Und beim Schnorcheln sehe man viele Tiere hier. Sogar Schweinswale sind schon mal in der Schwimmzone unterwegs – allerdings eher morgens oder abends, wenn der Trubel des Tages vorbei ist. Und die Sonne wieder Glanz aufs Wasser zaubert.

Tipps für deinen Tag am Surendorfer Strand

Surendorf ist ein Ortsteil von Schwedeneck. Die Anfahrt führt aus Richtung Kiel über die B503 bis zur Ausfahrt Surendorf, dort über die Seestraße bis Zum Kurstrand. Aus Eckernförde über die B76 und die Bäderstraße zur Ausfahrt Surendorf.

Der Parkplatz Zum Kurstrand bietet 445 Plätze; Preis: 30 Minuten 50 Cent/1 Stunde 1,50 Euro/ 2 Stunden 2,50/3 Stunden 3,50/Tageskarte 4 Euro. Der Platz ist gebührenpflichtig vom 15. März bis 31. Oktober, jeweils von 8 bis 19 Uhr. Am Automaten ist auch Kartenzahlung möglich. In Surendorf sind in dieser Saison etwa 60 Strandkörbe noch verfügbar; an heißen Tagen möglichst früh buchen. Die Kosten liegen bei 7 Euro pro Tag/42 Euro pro Woche. Die Kur- bzw. Strandkarte kostet 1,50 Euro pro Tag.

Östlich des etwa 600 Meter langen Badestrandes in Surendorf folgen die Gebiete für Surfer und Boote, danach der Hundestrand und der FKK-Bereich.

Am Strand gibt es Beachfußballtore und einen Beachvolleyball-Platz. Wassersportler finden in Surendorf das Tauchparadies Scubalu sowie das Nordwind-Wassersportcenter. Es vermietet Tretboote (10 Euro pro Stunde/15 mit Rutsche), SUP-Boards und Kajaks (10 Euro). Zudem Verleih von Surfmaterial und verschiedene Kurse wie Surfen, Kiten und Segeln.

Direkt an der Promenade liegen zwei, bald wieder drei Restaurants. Am Surendorfer Strand gibt es nur einen kleinen Spielplatz und ein kleines Veranstaltungsangebot

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