In den Kühlschränken und Lagerräumen des riesigen Kreuzfahrtschiffes liegen keinerlei tierische Produkte. Die Crew musste sich ganz schön umstellen, denn auf der Ostsee-Fahrt sind nur Veganer an Bord. Während der Reise bereiten Spitzenköche ausschließlich pflanzliche Menüs für die Urlauber zu.

Vegane Kreuzfahrt durch die Ostsee

Für die Reederei Transocean ist die vegane Kreuzfahrt eine echte Herausforderung. Mit der Idee trifft das Unternehmen aber offensichtlich den Nerv der Zeit, denn immer mehr Menschen verzichten auf tierische Produkte.

Für die außergewöhnliche Fahrt mussten jedoch zunächst sämtliche Restaurants auf „vegan“ getrimmt werden, berichten die „Kieler Nachrichten“.

An Bord der „Vasco da Gama“, die in 630 Kabinen Platz für 1.150 Passagiere hat, gibt es während der Fahrt zahlreiche Workshops zum Thema „vegane Ernährung“, Yokakurse, vegane Weinproben oder Cocktail-Seminare.

 Prominente Gastredner kommen extra aus aller Welt angereist, genau wie die veganen Urlauber. Eines der Highlights der Reise: der Auftritt des veganen Reggae-Künstlers Macka B. Die Crew selbst verzichtet übrigens nicht komplett auf tierische Produkte. Das „Tier-Verbot“ gilt nur für die Passagierbereiche.

Kritik an veganer Kreuzfahrt

Doch die Fahrt kommt nicht bei allen gleichermaßen gut an. Auf Twitter spotten einige User über die Veganer, die die Massentierhaltung als größten Klimasünder erkennen, anscheinend aber nicht den umweltschädlichen Einfluss der Kreuzfahrt wahrnehmen wollen.

Denn obwohl viele Teilnehmer mit dem Slogan „Tierschutz ist Klimaschutz“ für eine vegane Lebensweise werben, fahren sie mit einem der größten Klimasünder der Welt durch die Ostsee.

„Eine klimafreundliche Kreuzfahrt. Kapitalismus in reinster Form. Nimm das, Great“, twittert Marius Raabe und übt damit Kritik an den Veganern, die mit ihrem Urlaub auf hoher See seiner Meinung nach gegen ihre eigenen Ideale verstoßen würden.

Die Kreuzfahrer halten dageben: „Der Hauptklimasünder ist und bleibt die Tierzucht. Deshalb leisten wir hier unseren Beitrag und verzichten auf tierische Produkte“, sagt beispielsweise Dorraine Job den „Kieler Nachrichten“.