Ein riesiger Blaualgen-Teppich schwimmt in der zentralen Ostsee, hohe Wassertemperaturen und kaum Wind lassen die giftigen Pflanzen rasend schnell gedeihen. Die Blaualgen könnten auch an die deutschen Ostsee-Küsten treiben und den Badespaß im Urlaub vermiesen. Besonders Kinder sind gefährdet.

Giftige Blaualgen in der Ostsee – auch deutsche Orte gefährdet

Der Blaualgen-Teppich schwimmt momentan vor der dänischen und schwedischen Küste, doch bei Nord- und Ostwind könnte er sich schnell auf die deutschen Küstengebiete an der Ostsee zubewegen. Davor warnt das Landwirtschaftsministerium von Mecklenburg-Vorpommern.

Aktuell ist in der westlichen Ostsee zwischen Kieler und Pommerscher Bucht ein Algenvorkommen in schwächerer Form gemessen worden.

Blaualgen im Wasser.
Die Blaualgen vermehren sich im warmen Wasser besonders schnell. Foto: imago images/Arvid Müller

Für Badeurlauber könnte das ein ganz schöner Dämpfer sein, denn Blaualgen (Cyanobakterien) sind giftig und können schnell für unangenehme Hautreizungen sorgen.

Besonders kleine Kinder seien gefährdet und sollten nach Möglichkeit nicht mit den Pflanzen in Berührung kommen. Neben Hautreizungen können die Blaualgen auch für Erbrechen, Atemnot und Durchfall sorgen.

Blaualgen in Badeseen in Mecklenburg-Vorpommern

Neben der Blaualgen-Gefahr in der Ostsee warnt der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte bereits jetzt vor dem Baden in manchen Seen. Der Tollensesee und der Glambecker See weisen momentan eine erhöhte Konzentration an Blaualgen auf. Schilder an den Badestellen warnen vor den giftigen Pflanzen.

Bereits im vergangenen Jahr sorgten die extrem hohen Temperaturen im Sommer für getrübten Badespaß an der Ostsee. Damals vermehrten sich gefährliche Bakterien im warmen Wasser.

Ein 70 Jahre alter Mann starb sogar nach dem Baden. Achte also beim nächsten Strandausflug unbedingt auf Warnschilder am Strand und frag im Zweifelsfall beim Aufsichtspersonal nach, ob das Baden sicher ist.