Nach Fernbussen und Zügen nun Autos: Flixcar kommt

Nach Fernbussen und Zügen nun Autos: Flixcar kommt

Flixbus setzt zum Konter an: Während Unternehmen wie BlaBlaBus und Pinkbus mit ihren Fernbusreisen konkurrieren wollen, mischt der grüne Riese bald bei Mitfahrgelegenheiten mit – unter dem Namen Flixcar.

Zwei Frauen schauen aus dem Autofenster.
Nette Gespräche, Spritkosten teilen, etwas für das Klima tun: Für eine Mitfahrgelegenheit spricht einiges. Das weiß auch Flixbus. (Symbolfoto)

Foto: unsplash.com/Esther Driehaus

Mit dem Flixtrain oder dem Flixbus kostengünstig durch Deutschland reisen – und dann? Eine Nische hat das deutsche Unternehmen Flixmobility für sich noch ausfindig machen können: das Reisen im Auto per Mitfahrgelegenheit.

Flixmobility möchte mit zwei weiteren Investoren rund 500 Millionen in das Carsharing-Projekt pumpen. 

Von diesem Budget soll auch die Expansion nach Südamerika und Asien mitfinanziert werden. Die grünen Busse rollen mittlweile schon durch die USA, und die Züge sollen bald nicht nur in Deutschland, sondern auch in Schweden fahren.

Nach Flixbus und Flixtrain: Darum steigt das Unternehmen bei Mitfahrgelegenheiten ein

Warum nun Mitfahrgelegenheiten? Die Plattform sei der nächste logische Schritt, um das Mobilitätsnetzwerk zu ergänzen, sagte Jochen Engert, Chef und Gründer von Flixmobility, dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“.

Denn trotz des breiten Angebots gäbe es noch immer weiße Flecken im Flix-Streckennetz. Das betrifft insbesondere ländliche Regionen. So sollen Reisende mit dem neuen Angebot bequemer von Haltestelle zu Haltestelle oder von der Endhaltestelle nach Hause kommen.

Getestet werden soll die Plattform zunächst in ein oder zwei europäischen Ländern. 

BlaBlaCar versus Flixcar

Damit dürfte der „Kampf der Giganten“ zwischen Flix und BlaBla in die nächste Runde gehen. Letzterer versucht aktuell mit Niedrigpreisen von teilweise 99 Cent dem grünen Riesen auf dem Fernbusmarkt die Stirn zu bieten. Inwiefern sich Flix beim Carsharing vom französischen Rivalen abheben wird? Abwarten.

BlaBlaCars System bewährte sich bislang in ganz Europa. So funktioniert’s: Über die App oder die Website können Privatleute Fahrten einstellen oder eben nach bestimmten Strecken suchen – und gegen Gebühr einen Sitzplatz im Auto reservieren. Die Plattform vermittelt – auf Wunsch sogar tierische Begleiter.

Der Fahrer bekommt einen Preisvorschlag von BlaBlaCar, den er nur begrenzt nach oben oder unten korrigieren kann. Damit will BlaBlaCar Missbrauch verhindern. Zudem entscheidet der Fahrer vorab, ob bar oder online gezahlt werden soll.

Und wie verdient BlaBlaCar daran? Bis 2018 gab es eine feste Gebühr zwischen zwei und drei Euro pro Fahrt. Ersetzt wurde das durch eine Art Abo („Nutzungspaket“). Ein einwöchiges Paket kostet einmalig 3,99 Euro, das monatliche liegt bei 5,99 Euro. Für Viel-Mitfahrgelegenheits-Nutzer rentiert sich da wohl Zweiteres.

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