450 statt 9 Euro: Eintritt zur Dracheninsel Komodo soll teuer werden!

450 statt 9 Euro: Komodo-Insel soll richtig teuer werden!

Komodowarane gelten als die letzten Drachen der Welt – und Touristen können sie auf der berühmten Dracheninsel in Indonesien sehen. Doch ein Besuch auf Komodo soll für Touristen richtig teuer werden.

Ein Komodowaran im Komodo-Nationalpark.
Müssen Urlauber ab 2020 die Echse statt in freier Wildbahn im Zoo erleben?(Symbolfoto)

Foto: imago images/Nature Picture Library

Es ist ein Hin und Her: Um die Heimat des Komodowarans vor weiterer Zerstörung zu bewahren, gibt es allerlei Pläne. Die bereits beschlossene Schließung für das gesamte Jahr 2020 wurde wieder gekippt. Das berichtet die „Jakarta Post“. Die Zahl der Komodowarane, die auch die letzten Drachen genannt werden, habe sich stabilisiert. Nach Regierungsangaben sind es derzeit 1.727 Tiere.

Dafür sollen aber die ebenfalls bereits seit längerer Zeit diskutierten saftigen Eintrittspreise umgesetzt werden. Aktuell zahlen die rund 10.000 Gäste, die pro Monat kommen, umgerechnet etwa 9,20 Euro. Im Gespräch sind jetzt bis zu 450 Euro! 

Zugleich kündigte Indonesiens Minister für Meeresangelegenheiten, Luhut Pandjaitan, an, dass „Nicht-Premium-Touristen“ nur noch auf die Nachbarinsel Rinca gelassen werden sollen. Dort leben ebenfalls gut 1.000 Komodowarane, die allerdings kleiner sind. „Komodo wird nicht geschlossen werden. Aber wir werden es weiter entwickeln und die Zahl der Besucher begrenzen“, sagte Pandjaitan. Das Limit von 10.000 auf 5.000 monatliche Gäste zu senken war ein Vorschlag, der ebenfalls im August 2018 verkündet worden war.

Darum bedroht der Tourismus die Komodowarane 

Waldbrände wegen weggeworfener Zigaretten und Schmuggel der Rieseneidechsen sind nur zwei Gründe für die diskutierten Maßnahmen. 7,17 Millionen US-Dollar sollen währenddessen in Schutzmaßnahmen investiert werden – zum Erhalt des Lebensraumes des Komodowarans.

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