„Stürmt Loch Ness“: Zehntausende Menschen suchen Nessie in Schottland

„Stürmt Loch Ness“: Zehntausende Menschen suchen Nessie

Nach dem Viral-Hit um das Stürmen der geheimen Area 51 in den USA folgt nun der nächste Hype: Auf zum Loch Ness! Zehntausende wollen den schottischen See überfallen – das steckt hinter dem Aufruf.

Die am Loch Ness gelegene Burgruine Urquhart Castle.
Mehr als 500.000 Menschen kamen 2018 zum Loch Ness – und gingen ohne Nessie-Beweis. Haben die Pioniere bei Facebook mehr Erfolg? (Symbolfoto)

Foto: imago images/Kickner

Während einige Todesmutige in der Area 51 in der Wüste Nevadas nach Aliens suchen, wollen andere endlich das Ungeheuer Nessie zu Gesicht bekommen. Und dafür soll es gleich massenweise an den sonst eher beschaulichen See Loch Ness im schottischen Hochland gehen.

Nach Area-51-Hype folgt Sturm auf Loch Ness

Nur einen Tag nach dem Sturm der Area 51, nämlich am 21. September 2019, soll die „Mission Nessie“ stattfinden. „Nessie kann sich nicht vor uns allen verstecken“, so die Kampfansage der Gastgeber der gleichnamigen Facebook-Veranstaltung

Die Zeit sei gekommen, das Ungeheuer zu finden – das meinen anscheinend auch aktuell rund 21.000 andere Facebook-Nutzer und wollen das Geheimnis um das sagenumwobene Seemonster lüften.

Wie sie das mysteriöse Ungeheuer aus der Reserve locken wollen? Einen Schlachtplan gibt es noch nicht. Deutsche Touristen probierten es mit Gummibären – allerdings erfolglos.

Ein Twitter-User hat zumindest eine (ironische) Idee, wie die Eroberung der Area 51 und des Loch Ness gelingen könne: Aus den USA könnten ja dann einfach alle mit ihren Ufos anreisen – die moderne Technik könne bei der Suche helfen.

Touristen suchen nach dem Seeungeheuer Nessie

Einen Beweis für die Existenz Nessies gibt es nicht. Doch mehr als 1.000 Menschen behaupten, das auf 20 Meter Länge geschätzte Wesen mit Schlangenkopf schon gesichtet zu haben – wie die offizielle Tourismusseite „Visit Scotland“ beteuert.

Kein Wunder, immerhin ist Nessies Zuhause eine der beliebtesten touristischen Attraktionen im schottischen Hochland. Insgesamt 500.000 Besucher zählte das Tourismusbüro Schottlands im vergangenen Jahr.

Doch so vielen Besuchern an einem Tag ist selbst der Hotspot nicht gewachsen: Die Seenotrettung am Loch Ness, die „Loch Ness Royal National Lifeboat Institution“, hat Sicherheitsbedenken.

Internet-Hype um Nessie sorgt für Sicherheitsbedenken

Denn anders als bei der Area 51 bewacht kein Militär den bis zu 243 Meter tiefen See: „Unser Atlantic-85-Rettungsboot hält vieles aus, aber diese Massen werden das mehr als ausreizen“, sagte ein Sprecherin nach einem Bericht des US-Magazins „Matador Network“.

Selbst an dem sonst idyllischen Süßwasser-See können sich bei starkem Wind sogar bis zu vier Meter hohe Wellen auftürmem, und auch das raue Wetter erinnert nicht gerade an Südsee – durchschnittlich misst die Wassertemperatur gerade einmal sechs Grad Celsius.

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