Fail: Norwegische Touristeninfo wirbt mit gefährlichem Foto

Fail: Norwegische Touristeninfo wirbt mit gefährlichem Foto

Die Landschaft am Geirangerfjord ist fast surreal schön. Mit einem entsprechend imposanten Foto wollte die Region Ålesund und Sunnmøre für sich als Reiseziel werben. Doch das ging nach hinten los.

Blick hinunter auf den Ort und den Geirangerfjord vom Aussichtspunkt Flydalsjuvet in Norwegen.
Die Stiftung Welterbe Geirangerfjord warnt vor solch riskanten Fotos.

Foto: imago images/blickwinkel

Mit einem Facebook-Post wollte die Tourismusorganisation von Ålesund und Sunnmøre zeigen, wie schön die norwegische Landschaft rund um den Geirangerfjord ist. Ganz normal – eigentlich. Denn auf dem Foto war ein Mann abgebildet, der auf einem Felsvorsprung in die Luft springt. 

Um so ein Foto auf dem Aussichtspunkt Flydalsjuvet zu knipsen, muss man sich an den Absperrungen vorbeischleichen und an der äußersten Spitze posieren. Mittlerweile hat die Destinationsmarketing-Organisation den Post wieder gelöscht. Das Motiv ähnelte diesem Instagram-Bild:

Dabei hatte die Stiftung Welterbe Geirangerfjord erst vor wenigen Tagen vor riskantem Verhalten an dem Aussichtspunkt gewarnt. „Es könnte das Letzte sein, das du tust“, hatte die Nachrichtenseite „NRK“ Mitarbeiterin Meret Løvoll Rønneberg zitiert.

Posieren vor 150 Meter tiefem Abgrund am Geirangerfjord

Dass eine Tourismusorganisation das lebensgefährliche Posen jetzt für Marketingzwecke zeigt, finden Experten „unverantwortlich“. Denn nur ein falscher Schritt könne für unachtsame Urlauber bedeuten, dass sie rund 150 Meter in die Tiefe stürzen.

Tom Anker Skrede, Tourismuschef der Destination Ålesund und Sunnmøre, bezeichnete den Post gegenüber „NRK“ als „Patzer“: „Das hätte nicht passieren dürfen.“ Das Bild sei höchstens 20 Minuten online gewesen, bevor es entfernt worden sei.

Er hoffe, dass die Leute die Absperrungen respektieren: „Glätte, Wind oder andere Dinge können für ein wirklich unerfreuliches Ende sorgen.“ Viele Besucher lassen sich von den Begrenzungen allerdings nicht abhalten, sich ganz nah an den Abgrund zu wagen. Das beweisen zahlreiche Fotos auf Instagram: 

Noch seien am Flydalsjuvet zum Glück noch keine ernsthaften Unfälle passiert, so Meret Løvoll Rønneberg. Sie hofft, dass das trotz der – teilweise riskanten – Urlaubsfotos so bleibt.

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