USA: Strand-Besucher schieben 50 gestrandete Wale zurück ins Meer

USA: Strand-Besucher schieben 50 Wale zurück ins Meer

Mit vereinten Kräften konnten Touristen und Einheimische in Georgia Dutzenden Meeresriesen das Leben retten: Sie bedeckten die Grindwale mit Wasser und schoben sie zurück in tiefere Gewässer.

Schwanzflosse eines Grindwals im Meer.
Normalerweise halten Grindwal-Rudel rund 160 Kilometer Abstand zur Küste. (Symbolfoto)

Foto: imago images/Westend61

In Island konnten ihre Artgenossen nicht mehr gerettet werden, dort verendeten am Donnerstag 50 Grindwale am Strand der Halbinsel Snæfellsnes. Wenige Tage zuvor entging eine Gruppe gestrandeter Wale in den USA aber einem ähnlichen Schicksal – dank dem Eingreifen der Badegäste.

Auf St. Simons Island drohten Dutzende Grindwale ebenfalls im flachen Wasser zu sterben. Die Tiere wurden von den Wellen immer näher zum Strand gespült, einige waren auf die Seite gekippt und konnten nicht mehr aus eigener Kraft ins offene Meer zurückschwimmen.

Video: Badende retten gestrandeten Walen das Leben

Zum Glück eilten die Strand-Besucher auf der Insel im Bundesstaat Georgia zu Hilfe: „Immer mehr Menschen rannten ins Wasser, um die Wale aufzurichten und zurück in tiefere Gewässer zu schieben“, schildert Lauren Bugaj die Aktion. Sie war mit ihrer Familie im Urlaub, als sie die Herde bemerkte. Auf Twitter teilte sie Videos der Walrettung: 

Die Aufnahmen zeigen, wie Urlauber und Einheimische die Wale mit Wasser bedecken und sie mit vereinten Kräften zurück ins Meer schieben.

Mit Erfolg: „Unsere letzten Informationen sind sehr positiv – sie sind umgekehrt und bewegen sich nun in die richtige Richtung“, sagte ein Sprecher der Wildlife Resources Division von Georgia gegenüber dem „Irish Examiner“.

Nur drei der Tiere sollen an dem Strand gestorben sein – ohne die menschliche Unterstützung hätten es wesentlich mehr sein können. Insgesamt sollen dem „Irish Examiner“ zufolge bis zu 50 Grindwale an die Küste gespült worden sein, „USA Today“ spricht nur von rund 30 Tieren. Die verstorbenen Tiere werden in den kommenden Wochen bei einer Autopsie untersucht.

Die Helfer wurden schließlich von Mitarbeitern von verschiedenen Tierschutzbehörden und Mitarbeitern eines Meeresschildkröten-Zentrums unterstützt. Biologe Clay George sagte gegenüber der „USA Today“, dass Wale nur dann gerettet werden könnten, wenn man sie ins Meer schiebe. 

Auch die Einheimische Dixie McCoy postete ein Video von der Rettung der Wale: 

Wer an den Stränden Wale sichtet, kann über eine Notrufnummer Hilfe anfordern. Dass ganze Herden stranden, passiert Experten zufolge übrigens relativ häufig bei Grindwalen.

Unter anderem, weil sie als sehr soziale Wesen gelten: Wenn ein Wal sich verirrt und in flache Gewässer schwimmt, folgen ihm die anderen in der Regel.

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