Es ist ein Schock für Familie und Freunde: Die US-Amerikanerin Chynna Deese (24) und ihr australischer Freund Lucas Folwer (23) wurden am vergangenen Montag ermordet. Sie wurden in der Nähe ihres Campervans gefunden, rund 20 Kilometer südlich der heißen Quellen in Liard am Alaska Highway 97. Das teilt die kanadische Polizei mit.

Der kanadischen „CBC“ zufolge soll das Paar erschossen worden sein. Lucas und Chynna hatten einen Roadtrip durch Kanada gemacht, um dort zu arbeiten und das Leben in der kanadischen Wildnis kennenzulernen. 

„Sie waren leuchtende, großartige Seelen“, schreibt Chynnas Schwester Kennedy in einem Facebook-Post. „Wir sind noch immer schockiert und untröstlich.“

Familie des Backpackers trauert um toten Sohn

Über die Polizei von New South Wales, wo Lucas’ Vater arbeitet, teilte seine Familie ein Statement auf Facebook: 

„Wir haben unseren lieben Lucas Fowler, Sohn, Bruder, Enkel und Freund, unter den schlimmsten Umständen verloren“, schreiben seine Angehörigen. „Jemanden zu verlieren, der so jung und lebhaft war, die Welt bereiste und das Leben in vollen Zügen genoss, ist niederschmetternd.“

Seine Familie ist nach Kanada gereist, um die Leiche „nach Hause zu bringen“. In dem Statement drücken sie auch Chynnas Familie und Freunden ihr Beileid aus. Zu wissen, dass Chynna bei dem grausamen Vorfall ebenfalls ums Leben kam, sei „zu grausam“.

„Zurzeit können wir uns nur von einer Minute zur nächsten bewegen, und diese Minuten vergehen so langsam.“

Ermittlungen zu Mord an Backpackern in Kanada noch am Anfang

In den Sommermonaten reisen jährlich rund 200.000 Touristen auf dem Alaska Highway. Dort sorgt der Vorfall für Sicherheitsbedenken: „Wir verstehen, dass diese Nachricht beunruhigend für die gesamte Gemeinschaft ist, und schätzen, dass es Sorgen um die Sicherheit in dieser Region gibt, die bei Naturliebhabern und Touristen beliebt ist“, so die Polizei.

Noch sei unklar, ob Lucas und Chynna gezielt Opfer wurden, oder ob es sich um eine Gelegenheitstat gehandelt habe. Jeder, der Informationen zu den Todesfällen hat, wird gebeten, die Polizei in den Northern Rockies zu kontaktieren.