Vor der Küste der griechischen Halbinsel Peloponnes ist am Samstag ein Schiff mit Flüchtlingen in Schwierigkeiten geraten. Doch die 111 Bootsinsassen – darunter 33 Minderjährige – hatten Glück: Sie wurden vom Kreuzfahrtschiff „Marella Discovery“ aufgenommen und von dort sicher in den Hafen von Kalamata gebracht. 

Die beiden Bootsführer (41 und 28) wurden verhaftet, wie die griechische Küstenwache am gestrigen Sonntag mitteilte. Woher die Migranten kamen und wohin ihre Reise gehen sollte, ist bislang noch unklar.

Mit illegal organisierten Überfahrten versuchen viele Migranten, aus der Türkei oder aus Griechenland übers Mittelmeer nach Italien zu gelangen, berichtet das „RND“. Ende des Monats soll die „Ocean Viking“ das mittlere Mittelmeer erreichen, um dort Bootsmigranten zu bergen. Es soll von Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée dorthin entsendet werden.

„Marella Discovery“ war auf Kreuzfahrt zu griechischen Inseln

Die „Marella Discovery“ schippert für die Kreuzfahrtmarke Marella Cruises, die von der britischen Tui UK betrieben wird, über die Weltmeere. Das Schiff ist am vergangenen Freitag in Korfu zu einer siebentägigen Kreuzfahrt entlang der griechischen Inseln aufgebrochen.

Auf dem Weg zum ersten Halt Santorin nahm die „Marella Discovery“ die in Seenot geratenen Migranten auf und brachte sie in den Hafen von Kalamata.

Das Kreuzfahrtschiff mit elf Stockwerken bietet Platz für rund 1.800 Passagiere. Mittlerweile liegt die „Marella Discovery“ in Mykonos vor Anker. Am Freitag soll die Kreuzfahrt in Korfu enden.