Die Pyramiden von Gizeh und von Sakkara, das Ägyptische Museum, der Basar Chan el-Chalili: Wegen dieser Sehenswürdigkeiten kommen Touristen in die ägptische Hauptstadt. Doch nun streichen mehrere Airlines Flüge nach Kairo. Der Grund: Sicherheitsbedenken.

British Airways setzt bis Sonntag, 28. Juli, alle Flüge aus. Das entschied die Airline am Samstag, kurz bevor ein Flug aus London-Heathrow in die Hauptstadt von Ägypten abheben sollte. Fluggäste posteten im Internet Fotos, auf denen zu sehen war, wie die BA-Mitarbeiter offenbar Handzettel verteilten.

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa folgte dem Beispiel und setzte die Verbindung vorübergehend aus. „Wir haben am Samstag in München und Frankfurt Flüge nach Kairo gestrichen“, sagte ein Unternehmenssprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Am Sonntag solle der Flugverkehr aber wiederaufgenommen werden.

Warum Flüge nach Kairo gestrichen werden, ist unklar

Auch andere Airlines reagierten. Swiss teilte in der Nacht zu Sonntag mit, dass die Fluggesellschaft aus der Schweiz die Meldung zur Sicherheitslage in Kairo derzeit prüfe.

Ein für Sonntagabend geplanter Flug nach Kairo stehe allerdings weiterhin auf dem Plan. Sollte sich der Flugplan ändern, sollen betroffene Kunden zeitnah informiert werden, das berichtet der „Tagesanzeiger“.

Auf nähere Gründe für ihre Entscheidungen geht keine der Airlines ein. Es wird lediglich auf Sicherheitsbedenken verwiesen.

Das britische Außenministerium teilt mit: „Es besteht ein erhöhtes Terrorismus-Risiko gegen die Luftfahrt. Es gibt zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für Flüge von Ägypten nach Großbritannien.“ 

Das Auswärtige Amt hat für Ägypten lediglich eine Teilreisewarnung auf seiner Website, die vor Reisen in den Norden der Sinai-Halbinsel, das ägyptisch-israelische Grenzgebiet (mit Ausnahme von Taba) und entlegene Gebiete der Sahara warnt.

Ägyptische Luftfahrtbehörde kritisiert Flug-Streichungen

Die ägyptische Luftfahrtbehörde kritisiert die Entscheidung und nennt sie politisch motiviert. „Alle ägyptischen Flughäfen sind gut gesichert“, sagte der Vorsitzende des Luftfahrtamts, Sami al-Hifnawi.