Es sind atemberaubende Bilder: Glühende Lava schießt explosionsartig in den dunklen Nachthimmel, dann fließt sie den Vulkan hinunter. Der Ätna auf Sizilien ist am Freitag erneut ausgebrochen. 

Aus dem neuen Südostkrater floss Lava, aus dem Nordostkrater stiegen Aschewolken Hunderte Meter in den Himmel. Am Freitagabend dann der Höhepunkt: Eine Lavafontäne schoss aus dem Südostkrater.

Video zeigt den Ätna-Ausbruch 

Ätna-Ausbruch: Flughäfen auf Sizilien geschlossen

Die Flughäfen von Catania und Comiso wurden geschlossen. Am Samstagmorgen wurde der Flugbetrieb in Catania, rund 50 Kiometer südlich vom Ätna, wieder aufgenommen, allerdings mit Einschränkungen.

Es waren zunächst nur sechs Landungen pro Stunde erlaubt. Den gesamten Samstag über könne es weiter zu Verspätungen und Flugausfällen kommen, das teilte der Airport mit.

Der Ätna gilt als aktivster Vulkan Europas, er spuckt immer wieder Aschewolken aus und bringt die Erde zum Beben. Da die Lava in das Valle del Bove fließt, sind Menschen derzeit nicht gefährdet. 

Ätna: Forscher befürchten Tsunami durch Erdrutsch

Aber der Ätna birgt möglicherweise ein noch größeres Risiko als die permanente Aktivität: Die Flanke des Vulkans rutscht langsam immer weiter ab, und zwar ruckartig. Eine Studie kommt zu den Schluss, dass diese kleinen Erdrutsche ein Vorbote eines großen sein können.

Sollte das passieren, könnte der Ätna mit einer Gesteinsverschiebung unter der Meeresoberfläche für einen verheerenden Tsunami im Mittelmeer sorgen. Wie hoch das Gefahrenpotenzial des Vulkans wirklich ist, ist aber größtenteils noch unklar.

Auch auf der sizilianischen Insel Stromboli brodelt es: Anfang Juli hat der Ausbruch des gleichnamigen Vulkans dazu geführt, dass Urlauber panisch ins Meer gesprungen sind.