Bei Sardinien denken wir an türkis Wasser und weiße Strände, die der Karibik gleichen. Doch aktuell dominieren Bilder eines verheerenden Waldbrandes auf der italienischen Mittelmeerinsel: An 41 Orten wütete das Feuer.

Das Feuer war bereits am Samstag an der Ostküste ausgebrochen, noch immer sollen die Feuerwehrkräfte gegen die Flammen nahe der Küstenstadt Tortolì kämpfen. Das berichten lokale Medien wie „La Nuova Sardegna“.

Flammen-Inferno auf Sardinien: Hotels und örtlicher Strand geräumt

Wegen der akuten Gefahr mussten zwei Hotels, ein örtlicher Strand und ein Campingplatz evakuiert werden. Hunderte Einheimische mussten ihre Häuser verlassen.

Nahe Tortolì urlaubte auch Tourist Alessandro Ricca, der dem reisereporter Videos zukommen ließ. Er hatte zufällig seine Drohne mit dabei. 

Aus der Ferne beobachtete er die Brandherde, seiner Reisebegleitung und ihm gehe es aber gut: „Wir konnten ganz normal baden“, erzählte er dem reisereporter. Mit dabei ist auch sein Hund – für die Urlauber geht es heute wieder mit dem Flugzeug nach Hause.

Deutlich prekärer wirkt die Situation eines Kioskbesitzers, der dieses Video am Sonntagmittag twitterte. Er soll am Ende seiner Aufnahme in etwa sagen: „Wir sitzen in der Klemme. Auf dem Hügel explodieren Gasflaschen in den Häusern.“

Von Weitem wird das Ausmaß der Katastrophe erst erkennbar: Rauchsäulen bedeckten den Küstenabschnitt der Insel und zogen über das Meer. 

Helikopter fliegen noch immer über die Insel Sardinien

An anderen Stränden sichteten Urlauber auch noch heute die Helikopter, die sich an den Löscharbeiten beteiligen. Bisherl seien 800 Hektar Land seit dem Ausbruch des Feuers am Samstag verbrannt.

Die genaue Brandursache wird noch ermittelt. Bei einigen Feuern vermuten die Behörden Brandstiftung, für den Ausbruch bei Tortolì steht aber ein Bauer in Verdacht, der unvorsichtig Äste und Zweige verbrannt haben soll. Und das im trockenen Hochsommer bei hohen Temperaturen von mindestens 30 Grad Celsius.