Über seiner nackten Haut lässt ein britischer Backpacker den giftigen Oktopus baumeln – immer wieder klatscht der Blaugeringelte Kraken im Video auf seinen Unterarm. Die zwei Touristen, die ihren tödlichen Fang an einem Strand in Australien filmten, hatten mehr Glück als Verstand.

Was sie zu diesem Zeitpunkt offenbar nicht wussten: Der Blaugeringelte Kraken gehört zu den tödlichsten Tieren Australiens, wie die australische „7 News“ berichtet.

Video: Backpacker spielen mit extrem giftigem Oktopus und feiern sich dabei

Einer der zwei Urlauber, der Brite Ross Saunders, postete das Video und verbuchte die Begegnung mit dem Kraken als „interessante“ Erfahrung während eines zweitägigen Angel-Trips.

In dem bei Facebook hochgeladenen Video ist zu sehen, wie sich der Oktopus beim Aufsetzen auf dem Unterarm leicht ansaugt. Vor lauter Schreck zieht einer der Backpacker seinen Arm weg – ihre Euphorie dabei wirkt fast kindlich.

Die beiden Leichtsinnigen können von Glück reden, dass der Kraken nicht zugebissen hat. Denn das schöne Erscheinungsbild trügt. Die grelle Farbe gilt in der Tierwelt als deutliches Warnzeichen – erst Freunde machten die beiden in den Kommentaren darauf aufmerksam.

Blaugeringelter Kraken trägt tödliches Nervengift in sich

Ob sich die Backpacker im Nachhinein ihres Glücks bewusst waren? Fraglich, wenn du Ross’ Kommentar liest, denn dieser geht lediglich darauf ein, wie „beschissen“ sich das Tier auf seiner Haut anfühlte.

Wohl das kleinste Problem, denn das Tier trägt genug Gift in seinem kleinen Körper, um 26 Menschen in nur wenigen Minuten zu töten. Ein einziger Biss, der nicht zwangsläufig spürbar sein muss, kann innerhalb von zwei Stunden zu einer Lähmung vor allem der Brustmuskulatur führen. Im Worst Case kann das zu einem Atemstillstand führen. 

Solche Videos sorgen im Netz immer wieder für regelrechte Shitstorms. Diesen bekam auch eine andere Australien-Urlauberin ab, nachdem sie postete, wie sie einen winzigen Blaugeringelten Kraken in der Hand hält.