Ryanair: Mit diesen Tricks wird der Flug billiger und besser

Ryanair: Mit diesen 6 Tricks wird der Flug besser

Fix bei der Billig-Airline Ryanair gebucht – und dann wegen Zusatzkosten geärgert? Hier kommen reisereporter-Hacks, wie du das verhinderst, sogar noch mehr sparst und den Platz mit Beinfreiheit bekommst.

Passagiere verstauen ihr Gepäck im Flieger.
Sechs Hacks, die dich zum Ryanair-Experten machen. (Symbolfoto)

Foto: imago images/Zuma Press

Kein Spruch, sondern Fakt ist: Immer mehr Menschen steigen in Billig-Flieger. Die meisten Flüge und das größte Streckennetz bietet dabei die irische Low-Cost-Airline Ryanair.

Doch hinter dem kleinen Preis stecken oft versteckte Kosten: Komplizierte Gepäckregeln, die den Ticketpreis gern mal um 50 Euro teurer machen können, sowie kostenpflichtige Sitzplatzreservierungen können Pfennigfuchsern den Spaß am Sparen verderben – im Vergleich nimmt Ryanair von allen Airlines am meisten mit den Extragebühren ein.

Wir verraten dir sechs Tricks, damit dir vor Abflug nicht die Urlaubslaune vergeht.

1. Den günstigsten Flug bekommen

Ob Fliegen tatsächlich so günstig sein sollte, wird heiß diskutiert. Der Umwelt zuliebe soll eine Öko-Steuer beispielsweise ab 2020 für Flüge ab Frankreich gelten – grundsätzlich werden derzeit aber weder Airlines noch Passagiere zur Kasse gebeten. 

Aber Hand aufs Herz, wenn es doch das Flugzeug sein muss, dann kennst du sicherlich den Moment, wenn der kürzlich noch spottbillige Flug plötzlich mehr als das Doppelte kostet. Dafür hat die britische „Sun“ einen heißen Tipp: Wenn du über Ryanair ein Hotelzimmer buchst, bekommst du für den nächsten Flug mit der Airline einen Fünf-Prozent-Rabatt.

So funktioniert’s: Du brauchst ein MyRyanair-Konto, über das du bei der nächsten Flugbuchung auch gleich ein Zimmer bei den Partnern (Hotels.com, HRS, Hotelopia, Hotelsclub) reservierst. Nach dem Auschecken werden dir fünf Prozent des Zimmerpreises als Guthaben aufs Konto verbucht.

Das kannst du für den nächsten Ryanair-Flug einlösen oder mit jeder Buchung einfach erhöhen. Bis dir das Guthaben gutgeschrieben wird, braucht es sieben bis zehn Tage.

2. Platz mit extraviel Beinfreiheit sichern

Die begehrte Reihe am Notausgang: Dass dort ein Platz mit besonders viel Beinfreiheit ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Deshalb stürzen sich wohl etliche Passagiere beim Online-Check-in auf die Sitze. Doch die Reservierung ist bei den meisten Airlines kostenpflichtig – Ryanair verlangt bis zu 20 Euro, Plätze mit Beinfreiheit sind dabei meist die teuersten.

Und genau für die sind offenbar viele zu geizig, meint Schnäppchenjäger Tom Church, der eine eigene Deal-Website betreibt. Wer nicht extra zahlen will, dem wird ein Sitz per Zufallsprinzip zugeteilt. Tom nutzte das aus und checkte last minute (bei Ryanair geht Gratis-Online-Check-in bis zwei Stunden vor Abflugzeit) ein. 

Er pokerte damit, dass wenige Passagiere die teureren Sitzplätze reservierten und diese demnach tendenziell frei bleiben würden – und lag damit goldrichtig. Probier es beim nächsten Flug doch einfach mal aus, warte aber nicht zu lang, denn nach Ablauf der Frist kostet dich der Check-in (dann am Flughafen) mit dem Standard-Tarif 55 Euro mehr!

3. Fensterplatz ohne Fenster – Fail vermeiden

Dieser ernüchternde Moment, wenn du euphorisiert zu deinem Fensterplatz im Flieger gehst und dann feststellst, dass dieser gar kein Fenster hat! Stattdessen blickst du auf die dröge Kabinenwand. Getroffen hat’s auch Passagier Steven, der aus dem Ryanair-Flieger seinen Ausblick twitterte.

Bei jeder Maschine variiert die Aufteilung, die „Sun“ empfiehlt jedoch, bei Ryanair tunlichst nicht auf den Plätzen 11A, 11F und 12F zu landen.

4. Zahle in der Landeswährung

Der nächste Hack betrifft Reisende, die einen Flug aus der Eurozone ins Vereinigte Königreich buchen wollen. Grundsätzlich listet die Airline den Preis in der Währung auf, die in dem jeweiligen Abflugsort gilt. 

Beispiel: Ein Flug von Alicante nach London soll 156,45 Euro kosten – kurz vor Buchungsabschluss soll dieser aber in der Landeswährung des Ziels, in dem Fall Pfund, gezahlt werden. Und das soll zu einem unterirdischen Wechselkurs passieren, fand das Portal „Which“ heraus.

Im Test ploppten plötzlich 145,82 Pfund statt der 156,45 Euro auf. Nach dem zu dem Zeitpunkt geltenden Visa-Wechselkurs wären es jedoch eigentlich nur 137,10 Pfund gewesen – also hätte Ryanair demnach fast neun Pfund mehr verlangt.

Reisende aus England können das verhindern, indem sie unter dem Link „More Information“ den Ryanair-Wechselkurs ablehnen. Der reisereporter hat für Deutschland bei der Buchung lediglich den Hinweis „Kann einer Zahlungsgebühr unterliegen“ gefunden, allerdings nicht die Option, den Ryanair-Wechselkurs auszuschalten.

5. Wann sich draufzahlen lohnt

Die Liste der Vor- und Nachteile der kostenpflichtigen Sitzplatzreservierung bei Ryanair wird noch länger. Familien raten wir, besser Geld zu investieren. Denn wenn Eltern nicht gegen eine obligatorische Gebühr von sechs Euro einen Platz reservieren, kann es passieren, dass diese von ihren Kindern getrennt sitzen.

Auch hier entscheidet dann das Zufallsprinzip bei der Sitzvergabe. Einen Vorteil gibt es: Eltern bekommen den Sitzplatz des Kindes gratis dazu – sprich die Reservierungsgebühren werden für diese nicht fällig.

6. Buchung sofort überprüfen

Überprüfe vor, spätestens aber direkt nach der Buchung noch einmal alle gemachten Angaben, denn ein kleiner Tippfehler, zum Beispiel beim Namen, kann dich teuer zu stehen kommen. Dafür werden bei Ryanair, abhängig vom Zeitpunkt der Namenskorrektur, zwischen 115 bis 160 Euro fällig!

Aber: Sollte dir der Patzer doch erst nach der abgeschlossenen Buchung auffallen, dann hast du immerhin 24 Stunden Zeit, um diesen ausmerzen zu lassen – kostenfrei.

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