30 neue Unesco-Welterbestätten 2019 – zwei deutsche Orte sind dabei

Unesco-Welterbestätten 2019 – zwei deutsche Orte dabei

Warum bald Menschen aus aller Welt ins Erzgebirge oder nach Augsburg wollen? Inspiration liefert die Liste der neuen Unesco-Welterbestätten, zu denen 28 weitere Orte auf der Welt seit Kurzem zählen.

Der Herkulesbrunnen in Augsburg.
Nicht nur irgendein Brunnen: Das Wassermanagementsystem Augsburg wurde nun von der Unesco als Welterbe gekürt.

Foto: Sandra Kaiser/Planinghaus Architekten

Das Tal der Ahnungslosen? Dieses Klischee über das Erzgebirge gehört spätestens jetzt ein für alle Mal verbannt. Was vermutlich für viele ein weißer (beziehungsweise ziemlich grüner) Fleck auf der Landkarte ist, wurde nun von der Unesco in die Liste der Welterbestätten aufgenommen.

Das Komitee kürte auch in diesem Jahr wieder etliche Orte zu Kultur- und Naturschätzen. Und Deutschland ist mit dem historischen Bergbaugebiet Erzgebirge/Krušnohoří an der Grenze zu Tschechien und dem Wassermanagementsystem Augsburg gleich zweimal vertreten.

Erzgebirge und Augsburg als Unesco-Welterbestätte ausgezeichnet

Deutschland zählt damit nun 46 ausgezeichnete Regionen und Bauwerke. Weltweit wurden noch 28 weitere Orte als schützenswerte Denkmäler anerkannt. Der reisereporter zeigt dir, um welche Destinationen du deine Bucketlist erweitern kannst.

   

Die schönsten Unesco-Welterbestätten 2019

Was bringt der Unesco-Welterbe-Titel?

Wie in jedem Jahr entscheidet ein 21-köpfiges Länderkomitee über die Vergabe. Jede Nation kann sich mit bis zu zwei Standorten bewerben, diese müssen für eine erfolgreiche Nominierung „von herausragendem universellem Wert sein und mindestens eines von zehn Auswahlkriterien erfüllen“, fordert die Unesco.

Eines lautet, ein herausragendes Beispiel für einen Gebäudetyp, ein architektonisches oder technologisches Gefüge oder eine Landschaft zu sein, das oder die bedeutend für die Menschheitsgeschichte ist. 

Demzufolge gelten mittlerweile 1.121 Regionen und Bauwerke aus 167 Ländern als besonders schützenswert – Geld gibt es von der Stiftung für die Auszeichnung übrigens nicht. Stattdessen verpflichten sich die Titelträger zur besonderen Pflege, dafür können Staaten Fördergelder für den Erhalt ihrer Stätten beantragen.

Weitere Welterbestätten, die 2019 von der Unesco aufgenommen wurden: 

  • Australien: Budj Bim 
  • Aserbaidschan: historisches Zentrum der Stadt Sheki und der Khans-Palast
  • Bahrain: Dilmun-Burial-Hügel
  • Brasilien: Ilha Grande und Paraty
  • Burkina Faso: alte Eisenhüttenstandorte 
  • China: Zugvogel-Schutzgebiete entlang der Küste des Yellow-Sea-Bohai-Golfs von China
  • Frankreich: französische Süd- und Antarktisgebiete
  • Indonesien: Kohlebergbau Sawahlunto
  • Iran: Hyrkanischer Wald
  • Irak: Ruinen von Babylon 
  • Japan: Mozu-Furuichi Kofun, Grabhügel des altertümlichen Japans
  • Kanada: Writing-on-Stone Provincial Park/Áísínai’pi
  • Laos: Ebene der Tonkrüge in Xieng Khouang
  • Myanmar: Königsstadt Bagan
  • Polen: Feuersteinmine Krzemionki nordöstlich der polnischen Stadt Ostrowiec
  • Portugal: Heiligtum Bom Jesus do Monte in Braga; königliches Gebäude von Mafra (Palast, Basilika, Kloster, Cerco-Garten und Jagdpark)
  • Russland: Kirchen der Pskower Architekturschule
  • Spanien: Risco Caido und die heiligen Berge der Kulturlandschaft Gran Canarias
  • USA: Architektur aus dem 20. Jahrhundert von Frank Lloyd Wright
  • Vereinigtes Königreich: Jodrell-Bank-Radioobservatorium
Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
Das könnte dich auch interessieren
Zur
Startseite