Notfall an den Niagarafällen an der Grenze zwischen Kanada und den USA. Die Polizei wurde am Mittwochmorgen zu dem höchsten der Wasserfälle, den Horseshoe Falls, gerufen. Der Grund: eine „Krisensituation“.

In 57 Metern Höhe stand ein Mann am Rande der tosenden Wassermassen. Als die örtliche Niagara Parks Police gegen 4 Uhr (Ortszeit) eintraf, konnten sie nur noch dabei zusehen, wie der Mann in den Abgrund sprang.

Mann stürzt vom höchsten Wasserfall der Niagarafälle 

Die Stromschnellen rissen den Mann mit. Die Polizei fand ihn im unteren Becken des Niagara-Flusses – entgegen aller Erwartungen lebend! Auf einem Stein sitzend, entdeckten sie ihn. Das gaben die Einsatzkräfte bei Twitter bekannt. 

Als hätte der Fremde gleich mehrere Schutzengel gehabt, hatte der Mann nicht einmal lebensgefährliche Verletzungen. Trotzdem wurde er in ein Krankenhaus für weitere Untersuchungen gebracht.

Mann überlebt den Sprung – Polizei hält Hintergründe geheim

Was den Mann zu der waghalsigen Aktion veranlasste, dazu schweigt die Polizei. Auch seine Identität gibt sie nicht bekannt. 

Auch die Beamten konnten nicht fassen, dass der Mann den Unfall überlebte – das sei sehr selten. Das berichtet die lokale Zeitung „St. Catharines Standard“. Es ist erst der vierte bekannte Fall, dass ein Mensch ohne Schutz einen solchen Sturz überlebt.

Die Stromschnellen an den Wasserfällen erreichen nach Angaben des Niagara-Parks eine Höchstgeschwindigkeit von rund 40 Stundenkilometern.

Mehr als 168.000 Kubikmeter Wasser fließen jede Minute über die Kante der Wasserfälle. Die bei Besuchern und für Fotomotive beliebten Horseshoe Falls münden nach 57 Metern Tiefe in den unteren Niagara-Fluss.