Das Ende ihres Urlaubs auf Zakynthos hätten sich viele der Passagiere anders vorgestellt. Eigentlich hätten sie die griechische Insel am Mittwochabend gegen 22 Uhr in Richtung Kopenhagen verlassen sollen. Das Flugzeug war auch rechtzeitig bereit zum Abflug – doch das störrische Verhalten einer Passagierin durchkreuzte die Pläne.

Augenzeugen zufolge soll sie sich mit einer Flugbegleiterin gestritten haben, weil die Frau ihr Handgepäck nicht unter ihrem Sitz verstauen wollte. „Wir waren schon auf dem Weg zur Startbahn, die Türen waren geschlossen, als eine Frau, gefolgt von einer Stewardess, den Mittelgang entlanglief“, erzählt einer der Passagiere gegenüber der dänischen Zeitung „B.T.“. „Sie rief, dass sie raus will.“

Tatsächlich gelang es der Frau, eine der Türen zu öffnen. Dabei wurde die Notrutsche, die normalerweise für Evakuierungen vorgesehen ist, ausgelöst. Pech für alle – denn dadurch konnte die Maschine nicht mehr am selben Abend abheben. 

SAS: Passagierin löst Notrutsche aus – Urlauber stranden in Griechenland

Eine Sprecherin von SAS bestätigte den Vorfall gegenüber der Zeitung. „Wir mussten technisches Personal anfordern, um das Flugzeug zu reparieren.“ Die Passagiere wurden in einem Hotel untergebracht und sollen am heutigen Donnerstag zurück nach Kopenhagen fliegen.

Die Frau wurde von der griechischen Polizei abgeführt. „Generell kann das Ganze auch finanzielle Konsequenzen für die Frau, die die Tür geöffnet hat, haben“, erklärte die SAS-Sprecherin gegenüber dem schwedischen „Aftonbladet“.

Und: „Solche Situationen passieren zum Glück sehr selten.“ Für die übrigen Passagiere dürfte das nur ein schwacher Trost sein.

Über einen ähnlichen Vorfall berichtete der reisereporter im Juni: Eine Frau hatte den Notausgang mit der Klotür verwechselt und die Notrutsche ausgelöst.