American Airlines: Hund soll nicht mitfliegen – Mann beschwert sich

Hund darf nicht mitfliegen – Mann beschwert sich bei Airline

Eigentlich war Lou zu schwer und seine Tragetasche zu klein, um mit seinem Herrchen in den American-Airlines-Flieger zu steigen. Trotzdem machte die Crew eine Ausnahme – der Hund war wohl einfach zu süß.

Eine American-Airlines-Boeing-737-800 am Flughafen.
Obwohl Herrchen schon öfter mit seinem Hund Lou in den Flieger gestiegen ist, gab es beim vergangenen Flug Probleme beim Check-in. (Symbolfoto)

Foto: imago images/Zuma Press

Mit aufgerissenen Augen hechelte Lou in der Tragetasche auf der Gepäckwaage am Check-in – nicht ahnend, dass die Crew den Vierbeiner womöglich von seinem Herrchen Lachlan hätte trennen können.

Mit einem bösen Kommentar twitterte dieser vergangenen Mittwoch vom Flughafen Washington Reagan National: „Supercool von @AmericanAir, dass ihr unsere Urlaubspläne zerstört, weil Lou fünf Pfund über der Gewichtsbeschränkung liegt“, und wetterte, dass er vorher nie mit American Airlines oder anderen Gesellschaften Probleme gehabt hätte.

Besitzer will Hund in zu kleiner Tragetasche mitnehmen – und beschwert sich!

Doch für Lachlan stand nach dem Vorfall fest, dass er nie wieder mit American Airlines fliegen wollen würde. Auch andere User solidarisierten sich mit dem Duo Lachlan und Lou. „Das ist so gemein!“, schrieb Sean O’Casey, andere zweifelten die Geschichte allerdings an.

„Also die Bestimmungen gelten nicht für dich, Lou? Nur für andere Hunde?“, hakte Nutzer Jean kritisch nach. Viele von den Nutzern hatten offenbar den richtigen Riecher, denn von Übergepäck war in dem Fall nicht so ganz die Rede – Lou war vor allem zu groß!

Der Airline zufolge waren gemäß den Beförderungsbestimmungen nicht die umgerechnet 2,2 Kilogramm, die Lou angeblich zu viel auf die Waage brachte, ausschlaggebend, sondern die viel zu kleine Tragetasche, in der sein Herrchen die Französische Bulldogge transportierte.

„Haustiere müssen in der Lage sein, in ihrem Zwinger aufrecht zu stehen, sich umzudrehen und sich in einer natürlichen Position hinzulegen (ohne eine Seite oder die Oberseite der Transportbox zu berühren)“, erklärte Airline-Sprecher Ross Feinstein in der „Forbes“.

Airline macht Ausnahme und lässt Hund doch mitfliegen

Aber Lous Hundeblick, und vielleicht auch das große Echo in den sozialen Medien, zog bei der Airline. Freudig twitterte Besitzer Lachlan mit dem Hashtag #LasstLouFliegen ungefähr zwei Stunden später: „PUPDATE! Wir haben es geschafft!“ 

Sprecher Feinstein unterstrich jedoch, dass es sich dabei um eine einmalige Ausnahme handelte. Für den Rückflug müsse Lachlan eine größere Transporttasche besorgen oder eben mit einer anderen Airline fliegen. 

Aber erst mal ging es für Herrchen und Lou tatsächlich gemeinsam nach Miami – und an Bord fand der Vierbeiner sogar noch nette Gesellschaft: „Haben auch einen neuen Freund während des Flugs getroffen“, twitterte Lachlan.

Fliegen mit Hund: Jede Airline hat andere Bestimmungen

American Airlines erklärt auf der Website ganz genau, unter welchen Bedingungen ein Hund mit an Bord in die Passagierkabine darf. Eine davon ist eben, eine den Vorschriften entsprechende Transportmöglichkeit mitzubringen, außerdem darf das Tier mit dieser zusammen nicht mehr als neun Kilo wiegen.

Des Weiteren dürfen Haustiere nur bei Bodentemperaturen zwischen 7 und 29 Grad Celsius mitfliegen, manche Flugzeug-Typen sind gänzlich tabu. Damit will die Airline für die Sicherheit der Tiere sorgen – vorab müssen Besitzer ihren tierischen Begleiter anmelden und Ausweisdokumente vorlegen.

Die Richtlinien sind offenbar nicht immer bekannt: So forderte eine Stewardess bei United Airlines eine Passagierin dazu auf, ihren Welpen mit der Transporttasche in das Hangepäckfach zu legen. Er erstickte. Einen anderen Todesfall gab es auch auf einem Langstreckenflug von KLM, dort fand die Crew den Hund nach elf Stunden tot im Frachtraum.

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