Furchtbarer Unfall auf der „Freedom of the Seas“: Das kleine Mädchen Chloe soll beim Spielen mit ihrem Großvater aus dem Fenster gefallen sein, berichtet die lokale „Prima Hora“. Demnach ging gegen 16.30 Uhr (Ortszeit) ein Notruf bei der Polizei in San Juan ein.

Ersten Ermittlungen zufolge soll das Baby aus dem Fenster eines Restaurants im elften Stock 46 Meter tief auf den Bürgersteig am Anleger gefallen sein. 

Das 18 Monate alte Mädchen war mit seiner Familie aus dem US-Bundesstaat Indiana an Bord. Neben ihren Eltern und dem jüngeren Bruder sollen beide Großelternpaare dabei gewesen sein. 

Das Sicherheitsministerium Puerto Rico bestätigte den Vorfall via Twitter: „Wir bedauern das traurige Ereignis auf der ‚Freedom of the Seas’-Kreuzfahrt und sprechen der Familie des Mädchens unser Beileid aus.“

Kind fällt aus Restaurant-Fenster vom Kreuzfahrtschiff

Zunächst war spekuliert worden, dass der Großvater das Kleinkind aus dem Fenster gehalten habe. Der Sprecher der Hafenpolizei, José Carmona, korrigierte diese Aussage jedoch. Vielmehr habe das Mädchen nach draußen schauen wollen. Daraufhin habe der Opa sie auf die Kante des Fensters gesetzt. Das Mädchen verlor das Gleichgewicht und fiel.

Passagiere und ein Teil der Besatzung wurden auf Bereiche des Schiffs gebracht, die außer Sichtweite der Unglücksstelle sind. Wenig später drückte der Kapitän über Lautsprecher sein Beileid aus und kündigte das verspätete Ablegen des Schiffes an. 

Nach Kreuzfahrt-Drama: Polizei befragt Zeugen und Verwandte

Die Familie wurde medizinisch und psychologisch betreut. Die Staatsanwaltschaft befragte neben den Verwandten auch Augenzeugen, die die tragische Szene beobachtet haben. Außerdem wurden die Aufzeichnungen der Überwachungskameras gesichtet.

Das Schiff der Reederei Royal Caribbean Cruises sollte am Sonntagabend von der Hauptstadt von Puerto Rico aus zu einer siebentägigen Kreuzfahrt durch die südliche Karibik aufbrechen. Vor wenigen Stunden hat das Kreuzfahrtschiff den Hafen verlassen.

Eine Sprecherin von Royal Caribbean Cruises teilte dem reisereporter mit, dass die Reederei die lokalen Behörden in San Juan bei ihren Ermittlungen nach dem gestrigen Vorfall an Bord der „Freedom of the Seas“ unterstütze. Weitere Informationen würden derzeit nicht vorleigen.