Naturstrand Grönwohld: Karibik-Feeling zwischen Kiel und Eckernförde

Naturstrand Grönwohld: Karibik-Feeling bei Kiel

Zwischen Kiel und Eckernförde liegt der Ort mit dem klangvollen Namen Schwedeneck. Dort finden Camping-Freunde, Windsurfer und Segler den traumhaften Naturstrand Grönwohld – der noch ein Geheimtipp ist.

Jan Torben Budde
Naturstrand in Grönwohld zwischen Kiel und Eckernförde
Feiner Sand, flaches Wasser und passende Windbedingungen: Der Naturstrand ist ein Kleinod für Wassersportler und Sonnenhungrige.

Foto: Jan Torben Budde

Schon die Anreise durch die ländliche Idylle des Dänischen Wohldes lohnt sich für Strandbesucher: Am Wegesrand sehen Autofahrer, die aus Richtung Kiel kommen, satte Wiesen, Kühe und Felder mit Strohballen. Zwischen Bäumen ragt die Krusendorfer Kirchturmspitze hervor.

Kurz vor der Abzweigung zum Strand in dem Schwedenecker Ortsteil weckt dann ein reizender Blick auf die Ostsee endgültig die Badelust: Grönwohld gilt noch als Geheimtipp an der Eckernförder Bucht, den Campingfreunde, Windsurfer und Segler zu schätzen wissen.

Naturstrand in Grönwohld zwischen Kiel und Eckernförde
Auch wenn einige Grönwohld-Fans immer wieder kommen: Noch ist der Naturstrand ein Geheimtipp. Foto: Jan Torben Budde
Eine abschüssige Straße schlängelt sich zum Campingplatz. Wer sich vor dem Strandbesuch noch mit Sonnenbrille, Eis, Buch oder Zeitung eindecken möchte, hat dazu in einem kleinen Supermarkt die Gelegenheit. „Wir haben hier alles von Brötchen über Grillkohle bis zur Sandschaufel“, sagt Mitarbeiterin Claudia Schmidt, die selbst Dauercamperin in Grönwohld ist.

Gerade kassiert die Kielerin bei Hendrik Petersen (18) ab, der im Laden fürs Frühstück mit seinem Vater eingekauft hat. So langsam kommt die Saison in Fahrt. In der Ostsee gebadet hat Claudia Schmidt in diesem Sommer aber noch nicht, zumal die Wassertemperaturen noch unter 20 Grad liegen. „Ansonsten sind die Bedingungen hier gut“, betont sie.

Naturstrand Grönwohld: Badespaß für Groß und Klein

Besonders wer Naturstrände mag, sollte einen Abstecher nach Grönwohld wagen. Der feine Sand eignet sich für ein Sonnenbad ebenso wie für Buddelarbeiten mit der Plastikschaufel. Eltern mit kleinen Kindern sind an dem Strand gut aufgehoben: „Man kann überall gut ins Wasser gehen, weil es relativ flach ist, das ist sicher für die Kleinen“, sagt Angela Pfeiffer, die mit Sohn Onno (3) in Grönwohld im Wohnwagen campt. Steine und Seetang stören die Mutter nicht. „Das ist eben die Natur“, winkt die Hamburgerin ab, „man kann ja Badeschuhe anziehen.“

Steine? Auf den Grönwohlder Strand lässt Jörg Weißberg aus Hasloh (Kreis Pinneberg) nichts kommen: „Es gibt Stellen, wo kaum Steine liegen, und manchmal räume ich vor dem Baden auch welche weg“, sagt der Dauercamper, der dort schon seit Jahren mit der Familie Urlaub macht.

In Grönwohld liegt die Karibik an der Ostsee

Gar von einem Karibik-Feeling spricht Anna Reichartz: „Manchmal ist das Wasser hier türkisblau“, gerät die Segellehrerin ins Schwärmen. Die 30-Jährige macht gerade einen Katamaran startklar, auf dem Lisa Zimmermann aus Düsseldorf und Heiko Jung aus Hamburg einen kleinen Segeltörn unternehmen wollen. Beide haben einen Kursus in Grönwohld absolviert, wollen ihr Können nun testen.

 Segelsport-Stationsleiterin Anna Reichartz (links) hilft zwei Schplern, den Katamaran ins Wasser zu ziehen.
Bereit für einen Törn auf der Eckernförder Bucht: Segelsport-Stationsleiterin Anna Reichartz (links) hilft zwei Schplern, den Katamaran ins Wasser zu ziehen. Foto: Jan Torben Budde

„Der Strand ist für Einsteiger hervorragend“, erklärt Segelsport-Stationsleiterin Reichartz mit Blick auf die Windbedingungen. „Einerseits befindet man sich in einer geschützten Bucht und nicht auf dem offenem Meer, doch wer schon besser segelt, kann durchaus Gas geben.“

Ein typischer Tag? Segeln, surfen, Matjes schnabulieren

Davon träumen auch Windsurfer. In Grönwohld bietet Bernd Kascha, Betreiber von Wassersport Schwedeneck, Grundkurse für Kinder und Erwachsene an. „Die für Anfänger laufen gut“, berichtet der 50-Jährige. Danach blieben jedoch nach seiner Erfahrung immer weniger Surfer bei der Stange, „sie machen dann oft nicht weiter“, mitunter auch weil die Ausrüstung ins Geld gehe.

Bernd Kascha, Betreiber von Wassersport Schwedeneck, mit einem Surfbrett.
Spricht von besten Voraussetzungen für Windsurfer und Stand-Up-Paddler am Naturstrand in Grönwohld: Bernd Kascha, Betreiber von Wassersport Schwedeneck. Foto: Jan Torben Budde
Als Renner bezeichnet der Surf- und Kite-Lehrer das Stand-Up-Paddling (SUP). Deswegen verleiht Kascha in seiner bunt bemalten Wassersportschule neben dem Campingplatz sowohl SUP-Boards als auch Paddel.

Wer von der frischen Seeluft hungrig ist, kehrt in die „Windbar“ ein, die auch über eine Terrasse verfügt. In dem Lokal serviert Pächter Johnny Hübner unter anderem Sauerfleisch und Matjes ebenso wie Salate. Als Erfrischung in der Sommerhitze empfiehlt der 44-Jährige den Campern, „die aus der ganzen Republik kommen“, gern selbst gemachten Eistee.

In seiner Windbar auf dem Campingplatz Grönwohld serviert Johnny Hübner seinen Gästen ein-Matjes Gericht.
In seiner Windbar auf dem Campingplatz Grönwohld serviert Johnny Hübner seinen Gästen ein-Matjes Gericht. Foto: Jan Torben Budde
Kühle Getränke sind auch beim zauberhaften Sonnenuntergang begehrt, den viele Camper in Grönwohld gern in geselliger Runde direkt am Strand genießen: „Hier kommen einige Leute zusammen, weil man einen tollen Blick hat“, erzählt Jörg Weißberg. So klingt der Strandtag dann bei einem kleinen Dämmerschoppen ganz entspannt aus.

So kommst du zum Grönwohlder Strand

Im Auto lässt sich der Grönwohlder Strand in der Gemeinde Schwedeneck über die Bundesstraße 503/Bäderstraße (aus Kiel kommend) oder die Bundesstraße 76, von der dann eine Abzweigung auf die Aschauer Landstraße/Bäderstraße führt, erreichen. An der Einmündung zur Straße Kronshörn weist schließlich ein Schild auf den Campingplatz Grönwohld hin, der direkt an dem Naturstrand liegt. 

Dort befinden sich auch die Segelschule Segelsport Grönwohld sowie Wassersport Schwedeneck. Zudem gibt es auf dem Campingplatz-Gelände einen kleinen Supermarkt und das Lokal Windbar. Kindern steht zudem ein Spielplatz zur Verfügung. Am Naturstrand in Grönwohld, der etwa 20 Autominuten von Kiel entfernt liegt, ist übrigens ein Bereich als Hundestrand ausgewiesen.

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
Das könnte dich auch interessieren
Zur
Startseite