Eigentlich wollte die italienische Airline mit dem Clip nur ihre neue Flugroute nach Washington bewerben. Doch dieser Marketing-Gag ging gehörig nach hinten los. Der Schauspieler, der den früheren US-Präsidenten Barack Obama spielte, wurde für den Dreh dunkel geschminkt.

„Blackfacing“ im Alitalia-Clip

Wenn eine weiße Person so geschminkt wird, dass sie aussieht wie eine dunkelhäutige Person, heißt das „Blackfacing“. Es sei eine rassistische Praktik, finden viele. Denn ihr Ursprung liegt in den USA des 19. Jahrhunderts, als sich weiße Schauspieler schwarz schminkten, um sich über dunkelhäutige Menschen lustig zu machen.

Alitalia hatte angeblich nicht die Absicht, sich über Barack Obama lustig zu machen. Durch das Make-up seien lediglich „die Gesichtszüge hervorgehoben“ worden, berichtet „USA Today“.

Das „Blackfacing“ konnte die Airline nach heftiger Kritik in den sozialen Medien aber nicht abweisen. Die Folge: Die Fluggesellschaft löschte das Video wieder. Trotzdem kursiert es noch im Internet.

Nach Rassismus-Vorwurf: Airline Alitalia entschuldigt sich

Nach den Vorwürfen postete die Airline eine öffentliche Entschuldigung auf ihrem Twitter-Account. Darin heißt es, dass Respekt gegenüber jedem Menschen für das Unternehmen verpflichtend sei und der Werbeclip nicht darauf abgezielt habe, jemanden zu verletzen.

 „Wir werden aus diesem Vorfall lernen“, heißt es in dem Tweet.