Zwischen Las Vegas und Long Beach bebte im Süden von Kalifornien um 10.33 Uhr (Ortszeit) am gestrigen Donnerstag die Erde. Das Zentrum des Bebens mit der Stärke 6,4 befand sich der „LA Times“ zufolge rund 200 Kilometer nordöstlich von Los Angeles – und war noch im Norden Mexikos sowie in Phoenix und Reno zu spüren. 

Kaputte Möbel und Chaos in Supermärkten: Folgen des Erdbebens in Kalifornien

Besonders betroffen: die Stadt Ridgecrest und andere Ortschaften im Kern County. Hier musste ein Krankenhaus evakuiert werden, zahlreiche Einwohner hielten die Schäden in Videos fest. 

In zahlreichen Supermärkten türmten sich zerbrochene Flaschen, Flüssigkeiten liefen aus und bedeckten in klebrigen Lachen den Boden. 

In der Bücherei von Ridgecrest sind die Regale leer gefegt. Freiwillige werden um Mithilfe bei den Aufräumarbeiten gebeten. 

Zum Glück sei bei dem Beben niemand schwer verletzt worden, berichtet die „LA Times“. Wenige Menschen hätten leichte Verletzungen erlitten. Zudem seien einige Feuer ausgebrochen. Die Infrastruktur sei weitgehend unversehrt.

Kalifornien: Ridgecrest ruft nach Erdbeben Notstand aus

Aufgrund zahlreicher weiterer Nachbeben hatte die Bürgermeisterin von Ridgecrest, Peggy Breeden, am Donnerstagnachmittag den Notstand ausgerufen. „Wir wissen derzeit nicht, was passieren wird“, sagte sie in einer Pressekonferenz. „Der Notstand erlaubt uns deshalb, erhebliche Hilfe von anderen Regierungseinheiten zu erhalten.“

Es ist das erste Erdbeben mit einer Stärke von sechs oder höher seit fünf Jahren. Das letzte ähnlich weitreichende Beben mit Epizentrum in Kalifornien liegt rund 20 Jahre zurück.