Feuer-Alarm bei Virgin Atlantic: Passagiere bemerkten zunächst Rauch im Flieger – schnell entschieden sich die Piloten zu einer Notlandung. Die Maschine brachten sie sicher in Boston zu Boden – doch anstatt das Flugzeug umgehend zu evakuieren, mussten die verängstigten Fluggäste ausharren, bis die Feuerwehr an Bord war.

Davon berichten Passagiere wie Cory Tanner, die am vergangenen Donnerstagabend an Bord des Flugs VS 138 von New York nach London waren. Offenbar soll die Crew die Fluggäste in Ungewissheit über die Brandursache gelassen haben.

Feuer im Virgin-Atlantic-Flieger – Powerbank brennt

Was war genau passiert? Der Airbus A330-343 von Virgin Atlantic war mit 217 Passagieren auf dem Weg von New York nach London, als es Donnerstagabend (Ortszeit) kurz nach dem Start in der Kabine zu rauchen begann.

Der Grund: Nach ersten Erkenntnissen der Polizei von Massachusetts habe sich eine Powerbank mit dazugehörigem Ladekabel entflammt. 

Die deshalb eingeleitete Notlandung in Boston gelang – gegen 21 Uhr (Ortszeit) trafen die Feuerwehrkräfte ein. Alle 217 Passagiere des Flugs VS 138 konnten unverletzt aus dem Flugzeug gerettet werden, das berichtet der „Guardian“.

Chaos nach Notlandung in Boston: Passagiere sauer

Nach der Notlandung sollte der Ärger aber nicht vorüber sein. In den sozialen Medien berichten Passagiere von chaotischen Zuständen. Ein zunächst versprochenes Ersatzflugzeug habe es nicht gegeben, prangert Sandeep Shantharam an. „Nun ist nicht einmal sicher, dass wir einen Tag später fliegen können“, schreibt er.

Die Passagierin Maria Viviana spricht von einem „traumatischen Erlebnis“ nachdem der Sitz ihres Freundes in Brand geraten sei – und beklagt, dass Virgin Atlantic sie im Stich lasse. „Wir warten seit Stunden. Dabei hätte mein Freund mit Priorität behandelt werden sollen, nachdem er derjenige war, der den Flammen direkt ausgesetzt war.“

Virgin-Atlantic-Passagiere stranden in Boston

Virgin Atlantic hatte am Flughafen Info-Flyer verteilt, auf denen Unterkünfte für die Nacht und Mahlzeiten versprochen werden. In dieser Zeit würde die Airline versuchen, die Passagiere umzubuchen.

Bisher allerdings haben zumindest jene Fluggäste, die ihre Erfahrungen in den sozialen Medien teilten, noch keinen alternativen Flug nach London angeboten bekommen.