„Wie in der Hölle“: Vulkan Stromboli in Italien bricht aus

„Wie in der Hölle“: Vulkan Stromboli in Italien bricht aus

Glühende Lavabrocken regneten vom Himmel, Asche, Rauch: Mitten in der Urlaubssaison ist der Stromboli ausgebrochen! Mindestens ein Mensch kam ums Leben, Touristen sprangen vor Angst ins Meer.

Schock mitten in der Urlaubssaison: Der Stromboli ist ausgebrochen.
Schock mitten in der Urlaubssaison: Der Stromboli ist ausgebrochen.

Foto: twitter.com/Matteo Cerminara

Nach mehreren heftigen Explosionen stieg eine riesige Rauchsäule in den Himmel: Ein heftiger Ausbruch des Vulkans Stromboli hat für Panik unter Touristen und Einwohnern geführt und einen Mann das Leben gekostet. Der Wanderer starb bei einem Ausflug auf der gleichnamigen Insel. 

Stromboli bricht aus: Zwei Explosionen schocken Urlauber und Einwohner

„Um ich herum ein Meer aus Steinen, Lavasteinen, Asche und ganz, ganz viel Rauch. Man sah nichts mehr. Der Himmel, das Meer sind schwarz geworden.“ So beschreibt Touristin Elisabetta aus Neapel den Ausbruch gegenüber der Nachrichtenagentur „ADN Kronos“.

Sie sei geschockt gewesen. „Als ich die zwei Explosionen gehört habe, dachte ich an Pompeji und den Ausbruch des Vesuvs.“ 

Menschen gerieten in Panik, einige seien aus Angst ins Meer gesprungen. „Es war, als wäre man in der Hölle, weil Feuerregen vom Himmel fiel“, zitierten italienische Nachrichtenagenturen den örtlichen Priester Giovanni Longo. 

Etwa 70 Urlauber wurden in Booten von der Insel nach Lipari gebracht – sie wurde aber nicht komplett evakuiert. Auf Stromboli wohnen etwa 500 Menschen, die Insel ist aber vor allem im Sommer extrem beliebt bei Touristen.

Stromboli-Ausflugsboote wurden zu Rettungsbooten

Der Stromboli ist einer der aktivsten Vulkane der Welt, er bildet eine kleine Insel vor Sizilien. Der Berg ist 900 Meter hoch. Eine Besteigung ist nur mit der Begleitung eines Führers möglich. 

Der Vulkan ist stets aktiv, kleinere Eruptionen gibt es regelmäßig. Der aktuelle Ausbruch ist jedoch einer der heftigsten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1985. Das sagte Eugenio Privitera vom nationalen Institut für Geophysik und Vulkanologie INGV.

Ein großer Ausbruch des Stromboli ereignete sich am 29. Dezember 2002, ein Felshang vom Kegel des Hauptkraters rutschte dabei ins Meer und löste eine Flutwelle aus, die auch die Nachbarinseln Lipari und Panarea überschwemmte. Es wurden, wie durch ein Wunder, nur wenige Menschen verletzt. Die Behörden ließen Stromboli für mehr als zwei Monate evakuieren. Auch 2007 gab es einen großen Ausbruch.

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