Wow! Diese 15 Orte gibt es wirklich in Deutschland

Wow! Diese 15 Orte gibt es wirklich in Deutschland

Wüste, Eishöhle, Canyon – du glaubst, so etwas siehst du nur beim Urlaub am anderen Ende der Welt? Weit gefehlt! Der reisereporter zeigt dir 15 echte Naturwunder, die es wirklich in Deutschland gibt.

Kaum zu glauben, aber dieses Bild ist in Deutschland entstanden! Es handelt sich hier um die Eiskapelle in Bayern.
Kaum zu glauben, aber dieses Bild ist in Deutschland entstanden! Es handelt sich hier um die Eiskapelle in Bayern.

Foto: imago images/Photocase

1. Teufelstisch im Pfälzerwald

Hier hatte kein Mensch seine Hand im Spiel: Die 14 Meter hohe Fels-Skulptur wurde von der Natur erschaffen. Sieht aus wie eine Tischplatte auf einer Säule – passenderweise heißt sie Teufelstisch. Der befindet sich in der Nähe von Hinterweidenthal im Pfälzerwald.

Entstanden ist die Skulptur durch Erosion, die weichere Teile des Gesteins abgetragen hat. Übrigens, oben auf dem Teufelstisch thront eine Kiefer. Wer die anfassen will, muss klettern.

Könnte in Arizona sein, ist aber der Teufelstisch im Pfälzer Wald.
Könnte in Arizona sein, ist aber der Teufelstisch im Pfälzer Wald. Foto: imago images/Chromorange

2. Eiskapelle am Königssee

Du glaubst, eine solche Gletscherhöhle kann es nur in Island geben? Weit gefehlt. Die Eiskapelle befindet sich am Königssee in Bayern. Der Eingang gleicht einem Gletschertor, im Inneren winden sich Schächte und Gänge, die im Sommer mehr als 30 Meter breit und 15 Meter hoch sein können.

Sie befindet sich im Inneren des am tiefsten gelegenen permaneneten Eisfeldes der Deutschen Alpen. Das besteht das ganze Jahr über. Wie das sein kann? Der Grund sind die enormen Schneemassen, die im Winter und Frühjahr abgehen, vor allem in Form von Lawinen.

Sowohl das Feld als auch die Höhle verändern ständig ihre Gestalt – denn im Winter blockiert Schnee die Eingänge, und im Sommer entstehen durch Schmelzvorgänge neue Aushöhlungen.

Die Eiskapelle befindet sich nicht etwa in Island, sondern im Nationalpark Berchtesgaden in Bayern.
Die Eiskapelle befindet sich nicht etwa in Island, sondern im Nationalpark Berchtesgaden in Bayern. Foto: imago images/imagebroker

3. Elbsandsteingebirge/Sächsische Schweiz

Die Wahnsinns-Felsformationen des Elbsandsteingebirges in Nordböhmen und der Sächsischen Schweiz bei Dresden in ihrer heutigen Form wurden in Millionen von Jahren geschaffen – durch urzeitliche Meere, stürmische Winde und tosendes Wasser.

Ein besonderer Hingucker sind die Herkulessäulen, zwei etwa 20 Meter hohe Felstürme auf einem Gesteinssockel. Sie sind das bizarre Wahrzeichen im oberen Bielatal und sehr beliebt bei mutigen Kraxlern. Die Region ist so faszinierend, dass sogar Hollywood öfter mal auf der Matte steht, um dort Kinofilme zu drehen. 

Die Schrammsteine findest du nicht in den USA, sondern im Elbsandsteingebirge.
Die Schrammsteine findest du nicht in den USA, sondern im Elbsandsteingebirge. Foto: imago images/robertharding

4. Kalimandscharo

Er wirkt wie in die Landschaft gephotoshopt – der Monte Kali im hessischen Keringen. Mehr als 200 Meter hoch ragt der grau-weiße Berg in den Himmel. Was ist das denn nur?

Die Auflösung ist ziemlich banal: Es handelt sich um eine Abraumhalde des Kalibergbaus. Sie wurde seit dem Jahr 1972 aufgeschüttet. Im Jahr 2017 bestand sie aus etwa 209 Millionen Tonnen Abraumsalz. 

Übrigens: Dieser Monte Kali ist der höchste in Deutschland, es gibt aber noch mehr: in Philippsthal und Neuho-Ellers (Hessen), Bokeloh, Sehnde, Giesen und Wathlingen (Niedersachsen), Zielitz (Sachsen-Anhalt) sowie Sollstedt (Thüringen).

Sieht aus, als wäre sie nicht von dieser Welt: Die Abraumhalde, auch Kalimandscharo genannt, bei Heringen.
Sieht aus, als wäre sie nicht von dieser Welt: Die Abraumhalde, auch Kalimandscharo genannt, bei Heringen. Foto: imago/Hoch Zwei Stock/Angerer

5. Uracher Wasserfall

Der Uracher Wasserfall stürzt aus 37 Metern Höhe in die Tiefe – und zwar auf der Schwäbischen Alb! Der Brühlbach findet hier seinen Weg über eine Tuffsteinkante ins Tal. Je nachdem, wie viel es geregnet hat oder wie viel Schnee geschmolzen ist, fließen zwischen 70 und 420 Liter pro Sekunde.

Besonders cool: Du kannst den Wasserfall von unten beobachten und dann einige steile Stufen hinaufklettern und ihn aus nächster Nähe tosen hören und sehen.

Der Uracher Wasserfall im Maisental stürzt 37 Mrter in die Tiefe.
Der Uracher Wasserfall im Maisental stürzt 37 Meter in die Tiefe. Foto: imago/Arnulf Hettrich

6. Blautopf in Blaubeuren

Seinen Namen verdankt er seiner Farbe: der Blautopf in Blaubeuren. Das Wasser der größten Karstquelle Deutschlands leuchtet intensiv türkis, Grund dafür ist die Lichtstreuung. Der Trichter des Blautopfs ist 21 Meter tief und bildet den Abfluss der Blauhöhle.

Das Blauhöhlensystem ist mit einer bisher erforschten Gesamtlänge von zehn Kilometern das größte Höhlensystem der Schwäbischen Alb. Tatsächlich wird vermutet, dass das Höhlensystem noch deutlich größer ist. 

   

Galerie: Diese 15 Naturwunder gibt es in Deutschland

7. Breitachklamm und Partnachklamm

Mit dem Grand Canyon in Arizona kann die Breitachklamm zwar nicht mithalten, doch sie ist trotzdem sehr beeindruckend. Mit einer Tiefe von 150 Metern ist sie Mitteleuropas tiefste Felsenschlucht.

Ihre Entstehung begann bereits vor mehr als 10.000 Jahren mit dem Abschmelzen des Breitachgletschers, woraufhin sich das Wasser langsam durch den Stein fraß. Zugänglich gemacht wurde die Breitachklamm im Jahr 1905 auf Anregung eines Pfarrers, indem ein Weg durch die Klamm gebaut wurde.

Heute strömen jährlich mehr als 300.000 Besucher über den 2,5 Kilometer langen Wanderweg. Tipp: Morgens vor 10 Uhr und am Nachmittag ist weniger los.

Öffnungszeiten: täglich von 9 Uhr bis 18 Uhr | Eintritt: 4,50 Euro für Erwachsene und 1,50 Euro für Kinder (bis 15 Jahre)

Wanderer auf dem Breitachklamm im Oberallgäu bei Oberstdorf
Für eine Tagestour im Oberallgäu kannst du die Breitachklamm in deine Planung aufnehmen. Foto: imago/imagebroker

Alternative: Partnachklamm in Garmisch-Partenkirchen

Ebenfalls beeindruckend, wenn auch mit 80 Metern nur etwa halb so hoch, ist die Partnachklamm in Garmisch-Partenkirchen. Auch ist nur schwer vorstellbar, welche gewaltigen Wassermassen die Felsen über Jahrtausende hinweg ausgehöhlt haben. Sie ist etwa 700 Meter lang.

Die eiserne Brücke, auf der du den Fluss überqueren kannst, wurde im Jahr 1914 gebaut. 

Öffnungszeiten: November bis April von 9 Uhr bis 18 Uhr, Mai und Oktober von 8 Uhr bis 18 Uhr und Juni bis September von 6 Uhr bis 22 Uhr | Eintritt: Erwachsene 5 Euro, Kinder (bis 16 Jahre) 2 Euro

8. Externsteine

Externsteine, das klingt wie ein Fantasiename, und sie sehen aus wie aus einem Märchenbuch. Tatsächlich findest du sie aber in der realen Welt – im Teutoburger Wald.

Die Steine, die 40 Meter hoch in den Himmel ragen, bestehen aus Sandstein. Der wurde vor etwa 70 Millionen Jahren in die Höhe gedrückt, als die Gebirge entstanden. Besteigen können Menschen sie seit dem 19. Jahrhundert, damals wurden Treppen in den Stein gehauen und eine Aussichtsplattform gebaut. 

Öffnungszeiten: Januar und Februar: Samstag und Sonntag von 11 Uhr bis 15 Uhr, März: Samstag und Sonntag von 10 Uhr bis 16 Uhr, April und Juni sowie September und Oktober: täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr, Juli und August: täglich von 9 Uhr bis 19 Uhr | Eintritt: 4 Euro, Kinder (bis 14 Jahre): 2 Euro

Externsteine, das klingt wie ein Fantasiename, und sie sehen aus wie aus einem Märchenbuch.
Externsteine, das klingt wie ein Fantasiename, und sie sehen aus wie aus einem Märchenbuch. Foto: imago images/blickwinkel

9. Rakotzbrücke

Viel mehr Instagram-Motiv geht fast nicht: Die Rakotzbrücke in Sachsen befindet sich im 200 Hektar großen Azaleen- und Rhododendron-Park bei Görlitz. Sie wurde im Jahr 1882 fertiggestellt und überspannt den Rakotzsee. 

Die Rakotzbrücke oder Teufelsbrücke in Sachsen im Komlauer Park.
Die Rakotzbrücke oder Teufelsbrücke in Sachsen im Komlauer Park. Foto: imago/imagebroker

10. Felsendorf in der Fränkischen Schweiz

Tüchersfeld sollte unbedingt auf deine To-Travel-Liste. Warum? Weil es ein Felsendorf ist! Steinerne Riesen umarmen die kleinen Fachwerkhäuser und Höfe des Ortes, der etwa eine Stunde Fahrt von Bamberg und Nürnberg entfernt ist.

Tipp, wenn du nicht in einer Schar von anderen Touristen durch das Dorf schlendern willst: Komm zwischen November und März.

Tüchersfeld gibt es wirklich, und zwar in der Fränkischen Schweiz.
Tüchersfeld gibt es wirklich, und zwar in der Fränkischen Schweiz. Die steinernen Felsen umarmen die Fachwerkhäuschen geradezu. Foto: imago images/Panthermedia

11. Lieberoser Wüste

Die Lieberoser Wüste ist etwa fünf Quadratkilometer groß – okay, im Vergleich zur berühmten und mit  8,7 Millionen Quadratkilometer zweitgrößten Wüste der Welt, der Sahara, ist das natürlich winzig. Aber: Die Lieberoser Wüste befindet sich in Deutschland, genauer in der brandenburgischen Niederlausitz. 

Entstanden ist sie durch einen großen Waldbrand im Jahr 1942, später wurde das Gelände zum Truppenübungsplatz für das nationalsozialistische Militär.

Heute ist sie Teil des Naturschutzgebietes Lieberoser Endmoräne. Im Sommer kann die Temperatur auf dem heißen Sand auf bis zu 70 Grad steigen, berichtet die „Märkische Allgemeine Zeitung“.

12. Teufelsmauer

Der Teufel soll hier tanzen, drei Elfen dort leben: Um die Teufelsmauer ragen sich zahlreiche Mythen und Sagen. Die Felsformation zieht sich über 20 Kilometer von Ballstedt über Rieder und Weddersleben bis nach Blankenburg im Harz. Ganz besonders herausstechend ist der Königsstein bei Weddersleben.

Auf dem Teufselmauerstieg wanderst du 35 Kilometer an den bizarren Felsen vorbei, die teilweise wie schiefe Zähne in den Himmel ragen. Entstanden sind sie bereits in der Kreidezeit.

Tanzt hier nachts der Teufel? Eine Sage über die Teufelsmauer – hier zu sehen das Hamburger Wappen bei Timmenrode erzählt es so.
Tanzt hier nachts der Teufel? Eine Sage über die Teufelsmauer – hier zu sehen das Hamburger Wappen bei Timmenrode – erzählt es so. Foto: imago images/Dieter Mendzigall

13. Saarschleife

Eine Fjordlandschaft in Deutschland? Tatsächlich fühlst du dich oberhalb der Saarschleife, als würdest du dich in Norwegen befinden.

Tipp: Mach dich am frühen Morgen auf den Weg zum Aussichtspunkt Cloef. Denn dann blickst du durch die Dämmerung und Nebelschwaden auf die Flusslandschaft.

Sonnenaufgang über der Saarschleife
Morgenstimmung über der Saarschleife im Saarland. Durch die Nebelschwaden und die Flusslandschaft sieht es hier aus wie in... Foto: imago/allOver-MEV

14. Schrecksee im Allgäu

Noch einmal Norwegen-Feeling: Der idyllische Schrecksee in den Allgäuer Alpen liegt eingebettet zwischen mehreren Berggipfeln auf 1.813 Metern Höhe. Du erreichst ihn bei einer Bergtour, der Wanderweg beginnt am Ortsausgang von Hinterstein.

Schrecksee in den Allgäuer Bergen
Lofoten-Feeling in Bayern: der Schrecksee in den Allgäuer Alpen nahe Hinterstein. Foto: imagebroker/Robert Seitz

15. Felsenmeer im Odenwald

Völlig skurril: Im Odenwald gibt es tatsächlich ein Felsenmeer. Zwei Riesen sollen es im Streit erschaffen haben, als sie sich gegenseitig mit Felsbrocken bewarfen. So weit die Sage, weniger mystisch ist die Realität: Das Felsenmeer entstand durch Verwitterung.

Schon die Römer haben das Meer zur Steingewinnung genutzt. Am oberen Ende des Felsenmeers befindet sich eine kleine Quelle, deren Rinnsal zwischen den Felsen hinab ins Tal fließt und schließlich im Graulbach mündet. Entdecken kannst du den Odenwald, um den sich noch viel mehr Sagen ranken, bei einer Wanderung auf dem Nibelungensteig.

Im Odenwald gibt es tatsächlich ein Felsenmeer. Einer Sage nach soll es entstanden sein, als zwei Riesen sich im Streit mit Steinen beworfen haben.
Im Odenwald gibt es tatsächlich ein Felsenmeer. Einer Sage nach soll es entstanden sein, als zwei Riesen sich im Streit mit Steinen beworfen haben. Foto: imago images/Westend61

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