„Norwegian Pearl“: Tausende Passagiere sitzen in Barcelona fest

Tausende Kreuzfahrt-Passagiere sitzen in Barcelona fest

Der unerwartet verlängerte Aufenthalt in Barcelona dürfte den Passagieren der „Norwegian Pearl“ so gar nicht passen. Das Schiff hängt dort fest – die Kreuzfahrt endet frühzeitig in Spanien statt Italien.

Passagiere vor der „Norwegian Pearl“.
Stillstand bei der „Norwegian Pearl“: Die mehr als 2.300 Passagiere müssen derzeit wegen technischer Probleme Geduld beweisen. (Symbolfoto)

Foto: imago images/Fotoagentur Nordlicht

Die mehr als 2.300 Passagiere an Bord der „Norwegian Pearl“ sollten schon längst auf dem Weg nach Rom sein, doch wegen technischer Probleme hängt das Kreuzfahrtschiff seit gestern, Dienstag, im Hafen von Barcelona fest – und wird die 14-tägige Kreuzfahrt dort beenden.

Das bestätigte die Reederei Norwegian Cruise Line dem reisereporter am Mittwochnachmittag.

„Norwegian Pearl“-Kreuzfahrt: Passagiere stranden in Barcelona

Nicht nur die mitgereisten Passagiere dürften wegen der geänderten Reiseroute sauer sein. Auch die kommende Kreuzfahrt der „Norwegian Pearl“ wurde abgesagt – gerade einmal drei Tage vor Abfahrt. 

Die Reederei versicherte noch bis zuletzt den Gästen, Rom rechtzeitig am Freitag zu erreichen. Erste Anzeichen, dass dieses Versprechen nicht eingehalten werden könnte, gab es bereits im Laufe des Tages. Das Schiff bewegte sich keinen Meter aus dem Hafen vor Barcelona.

Eigentlich sollte das Schiff längst Barcelona verlassen haben – die aktuelle Position (Mittwoch, 13 Uhr) zeigt das Gegenteil.
Eigentlich sollte das Schiff längst Barcelona verlassen haben – die aktuelle Position (Mittwoch, 13 Uhr) zeigt das Gegenteil. Foto: cruisemapper.com (Screenshot)

Nun müssen die gestrandeten Passagiere umdisponieren, immerhin planten diese ihre Rückreise von Italien und nicht Spanien.

Norwegian gewährt deshalb allen auf dieser Reise eine 50-prozentige Rückerstattung in bar und eine 50-prozentige Gutschrift für zukünftige Kreuzfahrten, die beide auf dem ursprünglich bezahlten Kreuzfahrtpreis basieren. Zudem sollen bis zu 300 US-Dollar an Flugwechselgebühren übernommen werden.

Nächste Kreuzfahrt gestrichen – Gäste bereits aus den USA angereist

Und was erwartet jene, die bereits einen Trip ab Freitag mit der „Norwegian Pearl“ von Rom aus über mehrere griechische Inseln gebucht hatten? Diese haben erst gestern erfahren, dass die Reise ersatzlos gestrichen wurde. 

Mehrere Gäste traf das besonders hart: Patricia Del Mar war extra aus ihrer Heimat Puerto Rico nach New York gereist, um von dort nach Rom zu fliegen. Eine Stunde vor dem Take-off dann die Hiobsbotschaft von der Reederei: Sie solle wieder zurück nach Puerto Rico. Sie könnten nichts für sie tun. 

Dieses Schicksal teilt ein weiterer Gast, der ebenfalls extra aus den USA nach Italien geflogen war. Sogar aus Australien reiste eine Frau extra frühzeitig an: „Was soll ich nur tun?“, fragte sie verzweifelt.

Die Reederei reagierte und versichert eine komplette Rückerstattung sowie die Kostenübernahme einer zukünftig gebuchten Kreuzfahrt – wieder auf Basis des ursprünglichen Preises. Für Flüge sollen bis zu 300 US-Dollar zurückgezahlt werden.

„Norwegian Pearl“ hing mehrere Tage in Barcelona fest – Passagiere sauer

Das Schiff legte am 22. Juni in Amsterdam ab und sollte nach 13 Nächten an diesem Freitag im Hafen Civitavecchia in Rom ankommen und von dort gleich wieder in See stechen. Doch die Technik streikte – der Kreuzer konnte nur mit verminderter Geschwindigkeit weiterfahren.

Aus diesem Grund entschieden die Kapitäne, den Stopp in Palma de Mallorca zu überspringen und direkt nach Barcelona zu fahren. Dort sollte das Problem behoben werden, wofür allerdings eine zusätzliche Nacht in der eigentlich beliebten Reise-Metropole nötig war. 

Dort harrten die Urlauber nicht gerade beim schönsten Ausblick aus:

Viele befürchteten, nicht rechtzeitig in Rom anzukommen und im schlimmsten Fall die Rückreise nach Hause, zum Beispiel mit dem Flugzeug, zu verpassen.

Deswegen plante die Reederei, auch den nächsten Halt in Monte Carlo ausfallen zu lassen und stattdessen heute den vorletzten Stopp der gesamten Kreuzfahrt in Livorno anzusteuern.

Und dieser Passagier sollte mit seiner Vermutung Recht behalten. Greg Hugh twitterte bereits am Mittwochmorgen: „Sieht nicht so aus, als würden wir wie versprochen Barcelona verlassen. Wir haben die geplante Abfahrt um 6 Uhr nach Livorno überschritten (…) Immer noch kein Update vom Kapitän.“

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