200 wütende Badegäste stürmen See in Hessen – Polizei greift ein

200 wütende Badegäste stürmen See – Polizei greift ein

Rekordhitzetag im Juni: Auch in Hessen suchten Badegäste an einem Waldsee Abkühlung. Wegen des heftigen Andrangs stoppte die Polizei den Einlass. Zum Ärger wartender Gäste: Die Situation eskalierte. 

Hochbetrieb am Riemer See in Bayern.
Ein gewöhnliches Bild in Deutschland – vielerorts herrscht Hochbetrieb bei der Sommerhitze, alle lächzen nach Abkühlung.

Foto: imago images/Sven Simon

Weil ein Waldsee im hessischen Raunheim extrem überfüllt war, stoppte die Polizei am Mittwochnachmittag vorläufig den Einlass. Doch vor den Pforten des beliebten Badesees standen noch etliche Menschen Schlange, alle in der Hoffnung, etwas Abkühlung zu bekommen.

Offenbar schlug ihnen die Hitze so aufs Gemüt, dass ziemlich schlechte Stimmung hochkochte. Rund 200 Menschen sollen versucht haben, gewaltsam auf das Gelände zu gelangen, teilte die örtliche Polizei mit. 

Badegäste sollen mit Steinen geworfen haben, weil sie nicht an See durften

Einige der verärgerten Badegäste sollen sogar Steine in Richtung des Eingangs geworfen haben. Und auch die Sicherheitskräfte bekamen die geballte Ladung Wut ab: Sie sollen von den wartenden Personen beschimpft worden sein.

Um die Gäste im Zaum zu halten, rückten mehr als ein Dutzend Polizisten an und forderten die Wartenden auf, sich zurückzuziehen – doch der Andrang ließ nicht nach. Daher sperrten die Einsatzkräfte die Zufahrt – bis 19 Uhr wurde niemand reingelassen.

Einigen wütenden Gästen droht Strafverfahren

Das Verbot versuchten einige zu umgehen. 50 Personen probierten es über den Hintereingang des Waldsees, drei Besucher kletterten über einen Zaun – und wurden dabei erwischt. Gegen sie wurde nun Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch erstattet.

Und auch die Steinewerfer könnten noch einen üblen Sommer erleben: Derzeit werde geprüft, ob es bei der Aktion zu Sachbeschädigungen kam, wenn ja, dann drohen Strafverfahren. 30 Menschen wurden sogar des Platzes verwiesen.

Eine gute Nachricht zum Schluss: Trotz der Eskalation am Waldsee wurden keine Personen verletzt. Da der Juni weiterhin heiß bleiben soll, hilft da wohl nur: Früher aufstehen oder einfach auf andere Seen ausweichen.

Hitzerekord im Juni – auch in Berliner Freibad wurde randaliert

Mit 38,6 Grad markierte der Mittwoch den heißesten Juni-Tag – so warm war es noch nie. Strand, Seen und Freibäder sind für viele Fluchtorte vor der Hitze. So nicht im Columbiabad im Berliner Bezirk Neukölln. 

Das als „Randale-Bad“ bekannte Freibad musste geräumt werden, nachdem Glasscherben in einem Planschbecken gefunden wurden. Das berichtete die „Märkische Allgemeine Zeitung“. Es gab einen Großeinsatz für die Polizei.

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