Easyjet-Flug überbucht: Kleinkind (3) darf nicht an Bord

Easyjet-Flug überbucht: Kleinkind (3) darf nicht an Bord

Kein Scherz: Weil ein Easyjet-Flug überbucht war, wurde von der Airline ein dreijähriges Kind zum Dableiben auf Mallorca ausgewählt. Wie konnte es dazu kommen? Und was können Passagiere in so einem Fall tun?

Ein Kleinkind, das nicht mitfliegen darf? Dahinter kann nur eine Panne stecken... (Symbolfoto)
Ein Kleinkind, das nicht mitfliegen darf? Dahinter kann nur eine Panne stecken... (Symbolfoto)

Foto: imago images/Westend61

Schock für eine britische Familie nach ihrem Urlaub am Flughafen von Mallorca. Bei der Gepäckaufgabe wurde der Mutter darauf hingewiesen, dass der Easyhet-Flug überbucht sei und ihre drei Jahre alte Tochter daher wohl nicht mitfliegen könne. 

Wie konnte es dazu kommen? Easyjet teilte dem britischen „Independent“ mit, dass die Auswahl des Mädchens auf eine Panne des automatischen Auswahlsystems zurückzuführen sei.

Mädchen (3) soll alleine am Flughafen zurückbleiben

Auch den Mitarbeitern am Airport von Palma wurde das bewusst. „Der Check-in-Manager hat das dann geändert, so dass es mein Mann war, der auf dem überbuchten Ticket war“, sagte die Mutter. Und: Am Ende durfte dann doch die ganze Familie an Bord gehen, weil ein Platz freigeblieben war.

Doch damit nicht genug, an Bord wartete noch eine Panne.

Dort habe sie festgestellt, erzählt die Mutter, dass das dreijährige Mädchen auf einen Platz ganz vorne gebucht worden war, mehrere Sitzreihen von ihr entfernt. Die Crew-Mitglieder mussten daraufhin noch andere Passagiere umsetzen, damit die Familie schlussendlich zusammen sitzen konnte.

Easyjet will nun prüfen, warum bei der Gepäckaufgabe der Familie nicht erklärt wurde, dass zuerst am Gate nach Freiwilligen gesucht wird, bevor jemand gezwungen wird, dazubleiben. Die Airline rät Passagieren dazu, immer vor der Fahrt zum Flughafen einzuchecken.

Überbuchte Flüge – keine Seltenheit

Überbuchte Flüge sind keine Seltenheit: Airlines verkaufen meist mehr Tickets für einen Flug als Sitzplätze vorhanden sind, weil regelmäßig Passagiere nicht erscheinen. 

In manchen Fällen geht das jedoch nicht auf. Findet sich dann niemand, der freiwillig zurückbleibt, muss derjenige am Boden bleiben, der dafür nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurde. Wer erst am Flughafen eincheckt, hat ein größeres Risiko, davon betroffen zu sein. Kinder und gebrechliche Personen sind – eigentlich – ausgenommen.

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