Flixbus-Konkurrent: Was kann das Fernbus-Start-up Pinkbus?

Flixbus-Konkurrent: Was kann das Fernbus-Start-up Pinkbus?

Kurz nach BlaBlaBus ging schon der nächste Flixbus-Konkurrent an den Start: Seit Anfang Juli 2019 bringt das Start-up Pinkbus seine Fernbusse auf die Straße. Das Konzept ist ein wenig anders.

So sieht er aus, der neue Pinkbus.
So sieht er aus, der Pinkbus.

Foto: Christoph Soeldner

Grüne, rote und bald auch noch pinkfarbene Fernbusse: Im deutschen Fernbusmarkt tut sich so einiges. Seit Ende Juni 2019 bietet das Mitfahr-Unternehmen BlaBlaCar auch Fernbusreisen an – unter der Marke BlaBlaBus. Zum Start wirbt diese mit Kampfpreisen: Ab 99 Cent gibt es die Fahrten mit den roten Bussen auf aktuell fünf Strecken in Deutschland.

Und der bisherige Quasi-Monopolist Flixbus mit den grünen Bussen bekommt noch mehr Konkurrenz: Pinkbus schickt seit dem 1. Juli 2019 Fahrzeuge auf die Straße. Zunächst waren die Fahrzeuge zwischen MünchenBerlin und Düsseldorf unterwegs. Seit dem 1. Februar fahrten sie auch über Frankfurt am Main.

Das Start-up unterscheidet sich aus Sicht der Reisenden in zwei wesentlichen Punkten von BlaBlaBus und Flixbus. Der reisereporter nimmt den Konkurrenten genauer unter die Lupe.

So teuer ist eine Fahrt mit Pinkbus

Eine Fahrt mit den pinkfarbenen Bussen sollte ursprünglich immer 25 Euro kosten – egal, wann gebucht wird und für welche Strecke. Inzwischen varriieren die Preise – jedoch kostet die gleiche Strecke immer noch gleich viel.

Die Fahrt von Berlin nach München kostet beispielsweise immer 17 Eurp, die neue Verbindung von Frankfurt nach Düsseldorf liegt bei 5 Euro, die von Frankfurt nach München bei 9 Euro. Die Sitzplatzreservierung ist kostenlos, ebenso die Gepäckmitnahme.

Pinkbus fährt ohne Zwischenstopps

Zweiter Unterschied: Es gibt keine Zwischenstopps, die Pinkbus-Fahrzeuge fahren direkt auf folgenden Strecken: Frankfurt am Main–München, Frankfurt am Main–Düsseldorf, Berlin–München, Berlin–Düsseldorf, München–Berlin, München–Düsseldorf, München–Frankfurt am Main, Düsseldorf–Berlin, Düsseldorf–Frankfurt am Main und Düsseldorf–München.

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Das Konzept soll vor allem junge Menschen wie Studenten ansprechen, die auf der Fahrt lernen, entspannen oder arbeiten wollen und „Wert auf eine Direktverbindung zwischen deutschen Großstädten legen“, teilt das Start-up mit.

Für Direktfahrer gebe es aktuell keine alternative Reisemöglichkeiten zu Bahn und Flug. Diese wolle Pinkbus schaffen.

Die Routen werden täglich je einmal gefahren, los geht es morgens immer zwischen 8.30 und 9.30 Uhr. Die Fahrtzeit für die Strecke Berlin–München beträgt planmäßig sieben Stunden, für Berlin–Düsseldorf sind sieben Stunden und 15 Minuten angegeben und für Düsseldorf–München acht Stunden. 

Sind weitere Pinkbus-Strecken geplant?

Ja. „Es sind weitere Strecken geplant“, so eine Unternehmenssprecherin. Auch die Städte Hamburg und Stuttgart sollen im nächsten Schritt das Streckennetz erweitern. Auch hier gilt: Keine Zwischenstopps. Das langfristige Ziel sei es, die größten deutschen Städte mit Direktfahrten zu verbinden.

Die Ausstattung in einem Pinkbus

Wie auch bei Flixbus und BlaBlaBus gibt es bei Pinkbus kostenloses WLAN an Bord und Extrabeinfreiheit an jedem Sitzplatz. Mit an Bord nehmen dürfen Reisende ein Handgepäckstück und zwei Reisegepäckstücke bis zu 20 Kilogramm. Die Busse sind zudem barrierefrei, Menschen im Rollstuhl sollen reibungslos einsteigen können.

Auch Pinkbus arbeitet mit Busunternehmen zusammen

Was Flixbus, BlaBlaBus und Pinkbus vereint: Sie arbeiten mit regionalen Busunternehmen zusammen. Diese stellen die Busse und wickeln die Fahrten ab. Die Fernbusanbieter organisieren Genehmigungen, Marketing und Ticketverkauf.

„Unsere Partner stammen alle aus NRW“, so die Sprecherin. Pinkbus teilt mit, dass es einen Mindestlohn von zwölf Euro zahle und Frauen sowie Männer das Gleiche verdienen.

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