Italien: Die Insel Gallo Lungo sieht aus wie ein Delfin!

Italien: Diese Insel sieht aus wie ein Delfin!

Nein, deine Augen spielen dir keinen Streich und das ist auch kein Photoshop. In Italien gibt es tatsächlich eine Insel, die aussieht wie ein Delfin! Wie du die Gallo Lungo sehen kannst? Wir verraten es dir.

Jennifer Geminiani
Die äußerst spektakuläre Form lockt viele Touris an – dennoch ist die Insel in Privatbesitz.
Die äußerst spektakuläre Form lockt viele Touris an – dennoch ist die Insel in Privatbesitz.

Foto: Instagram.com/lorenzoalbanese_photograph, instagram.com/Capaseccayacht

Sie hat eine gebogene Schwanzflosse und einen Kopf, der dem eines Delfins zum Verwechseln ähnlich sieht: Der geografische Tier-Doppelgänger liegt zwischen Positano und Capri an der Amalfiküste.

Die Insel Gallo Lungo ist etwa 400 Meter lang und 200 Meter breit, sie gehört zu einem Archipel aus drei Inseln, Li Galli. La Castelluccia und La Rotanda sind die zwei kleineren Schwesterninseln, die mit ihrer Natur und ihrem Charme viele Menschen verzücken.

Wie kommst du zur Insel Gallo Lungo?

Früher konnten Besucher die Magie von Gallo Lungo beim Betreten erleben – heute geht das nur noch aus der Ferne vom Boot aus oder aus der Luft. Es sei denn, du hast eine exklusive Einladung. Die ist fürs Besuchen seit dem Jahr 2011 nötig, nachdem die Insel für 195 Millionen Euro verkauft  wurde. 

Es ist verblüffend wie ähnlich die Isola Lunga einem Delfin sieht.
Es ist verblüffend wie ähnlich die Isola Lunga einem Delfin sieht. Foto: Russo Agency

Der Mythos um Gallo Lungo

Das Inseltrio wird oft als „Les Sirenuse“ von Einheimischen bezeichnet – und zwar, weil die felsigen Außenposten angeblich die Sirenen beherbergten.

Es hieß, dass die Inseln für viele Bootsunglücke verantwortlich seien, weil die Sirenen die Seemänner verzauberten und ihre Schiffe zum Kentern brachten.

Die Geschichte der Isola Lunga

Früher wurde die Isola Lunga von den Römern als Ankerplatz genutzt und später, im Mittelalter, als Verteidigungsstätte verwendet, da die Insel einen steinigen hohen Wachturm hatte.

Im Jahr 1924 kaufte der russische Choreograf und Tänzer, Léonide Massine, die Li-Galli-Inseln und wollte sie in ein Zentrum der Kultur, des Tanzes und der Musik verwandeln. Zusammen mit dem französischen Architekten Le Corbusier errichtete er auf Gallo Lungo eine weiße Hauptvilla und verwandelte einen alten Weinberg in einen terrassenförmigen Garten des Palazzos, von dem aus Capri und Licosa zu sehen sind. 1989 kaufte der Russe Rudolf Nurejew die Inseln.

Danach besuchten viele Prominente die Insel – darunter die englische Prinzessin Margaret Rose, die ehemalige First Lady Jacqueline Kennedy, die Schauspielerinnen Greta Garbo, Anna Magnani, Sophia Loren und Ingrid Bergman.

Rudolf Nurejew galt als Balletkoryphäe und schüttelte vielen Royals die Hände – auch Prinzessin Margaret.
Rudolf Nurejew galt als Balletkoryphäe und schüttelte vielen Royals die Hände – auch Prinzessin Margaret. Foto: imago/ZUMA/Keystone

Als Nurejew 1993 starb, kaufte ein italienischer Touristikunternehmer die Insel und verwandelte die Villen in ein Luxus-Hotel. Heute reihen sich auf den Inseln drei Villen mit prächtigen Terrassen aneinander. Ihre Gesamtwohnfläche beträgt mehr als zweitausend Quadratmeter und sie verfügen über ein luxuriöses Spa, einen Hubschrauberlandeplatz und drei Swimming-Pools. 

Es gibt sogar eine spezielle Anlage, die Süßwasser für die Villen produziert, frisches Gemüse wird im eigenen Gemüsegarten geerntet, der inzwischen mehr als hundert Jahre alt ist.

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