Roadtrip durch Europa: Damit rechnest du nicht | reisereporter.de

Europa-Roadtrip: Damit haben wir nicht gerechnet

Wenn du an Europa denkst, kommen dir dann Dinge in den Kopf wie Sonne in Südspanien, Berge in Österreich und Regen in Schweden? Dann wollen wir dich gern mitnehmen auf eine kleine Reise durch Europa.

Ina Bierfreund
 Der Pirin-Nationalpark ist eine coole Fotolocation!
Der Pirin-Nationalpark in Bulgarien ist eine coole Foto-Location!

Foto: Driving Europe

In einem selbst ausgebauten Van sind Felix, Tim und ich neun Monate lang durch alle EU-Staaten gereist, um mit Menschen aus all diesen Ländern in Kontakt zu kommen. Dabei haben wir nicht nur superspannende Leute kennengelernt, sondern auch viel über Europa erfahren.

Nicht gerechnet haben wir zum Beispiel mit den Bergen und Nationalparks in Kroatien. Im Norden des Landes haben wir nicht nur einen tiefen Einblick in das dortige Studierendenleben erhalten, da wir einige Tage in einer jungen WG untergekommen sind, sondern wurden auch von atemberaubenden Aussichten überwältigt.

Unser Weg führte uns über viele Berglandschaften.
Unser Weg führte uns über viele Berglandschaften. Foto: Ina Bierfreund

Doch nicht nur Kroatien überraschte uns mit Gebirgsketten, auch in Bulgarien rechneten wir damit nicht. Durch unseren Aufenthalt im Pirin-Nationalpark im Süden des Landes lernten wir: Auch hier gibt es wunderschöne Berge.

Berge und weite Blicke in Kroatien und Bulgarien

Die unglaubliche Stille auf den Bergspitzen und die angenehme Verlassenheit machten die Tage in dem Land zu einem unvergesslichen Erlebnis. Von Bulgarien sind wir nach Rumänien weitergereist. Auch dort wurden wir überrascht – allerdings viel mehr von der Kultur und den Menschen. Wir haben mehrere Tage in Transsylvanien, also mitten in Rumänien, verbracht.

Dort haben wir Uwe und George kennengelernt, ein rumänisches Paar. Superspannend war hierbei, dass Uwe einer deutschen Minderheit in Rumänien angehört und seine Muttersprache Deutsch ist, während George einer griechischen Minderheit angehört und in seinem Elternhaus Rumänisch gesprochen wurde.

Damit, dass Rumänien so multikulturell ist, haben wir nicht gerechnet. Und am wenigsten damit, dass die Geschichte von Teilen Rumäniens so eng mit der deutschen zusammenhängt.

Uwe und George in ihrem Wohnzimmer in Brasov.
Uwe und George in ihrem Wohnzimmer in Brasov. Foto: Ina Bierfreund

Auch die Tierwelt in Europa hat uns mehrfach beeindruckt und überrascht! Wildpferde und Hochlandrinder in Nationalparks in Südengland haben wir nicht erwartet.

Umso schöner war die Überraschung, als wir morgens die Van-Tür öffneten, um erste Sonnenstrahlen hereinzulassen, und ein Pferd hereinlinste. Oder als uns bei einer Wanderung über Wiesen plötzlich ein Hochlandrind gegenüberstand.

In Slowenien lebten und arbeiteten wir eine Woche lang auf einer Ranch mit Pferden, Hunden und Katzen. Als wir eines Nachmittags ausritten, entdeckten wir auf dem Waldpfad Bärenspuren.

Während wir ein wenig nervös wurden, beruhigte uns unser Arbeitskollege von der Ranch und klärte uns auf: In Slowenien leben noch immer mehr als 400 Bären. Auf der Ranch, auf der wir lebten, spazieren im Frühjahr und Sommer wohl regelmäßig friedlich Bären umher.

Blick von der Ranch Marina auf die umliegenden Berge.
Blick von der Ranch Marina auf die umliegenden Berge. Foto: Driving Europe

Diese und noch viele weitere Überraschungen machten unsere Europareise zu einer unvergesslichen und superspannenden Zeit. Wir erlebten die Menschen, die Natur und die Tiere unseres Kontinents hautnah und haben gelernt: Es gibt immer Neues zu entdecken.

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