Hitzewelle in Deutschland: An diesen Orten gibt es Abkühlung

Hitzewelle: An diesen 7 Orten gibt es Abkühlung

Temperaturen bis zu 41 Grad werden in Deutschland dieser Tage erwartet. Wem das zu warm ist, der sollte vorsorgen. Auch in Deutschland gibt es Orte, an denen es kalt ist – sogar bis zu minus 196 Grad!

Eisbar am Nordkap.
In einigen Eisbars gibt es nur Soft Drinks, in anderen auch Schnaps.

Foto: Miriam Keilbach

Skifahren statt Strandurlaub

Ach, wie schön wäre doch so ein Skiurlaub – Bewegung, Schnee und Après-Ski. In Deutschland ist das möglich, wenn auch nicht in der Natur. Insgesamt sechs Skihallen gibt es in der Bundesrepublik, und fünf davon haben das ganze Jahr über geöffnet. Und hier liegt die Schnee-Garantie bei 100 Prozent.

Im Norden wartet das Alpincenter in Hamburg mit einer 330 Meter langen Piste auf dich. Zudem der Snowdome in Bispingen mit einer ebenfalls 300 Meter langen Piste – dort kannst du nach dem Skifahren sogar im Biergarten chillen oder Beachvolleyball spielen. 

Im Westen findet sich das von Skiweltmeister Marc Girardelli gegründetete Alpincenter in Bottrop. Hier wartet die mit 640 Metern einst längste Indoor-Piste der Welt auf dich. Und nach dem Skifahren kannst du dich auf der Sommerrodelbahn oder im Hochseilgarten austoben. In Deutschlands ältester Skihalle in Neuss wartet eine 300 Meter lange Piste, eine Ski- und Snowboardschule bietet ihre Dienste an. 

Im Osten hat im Sommer nur die Skisporthalle Oberhof geöffnet. Hier kannst du dir die Langlaufskier anschnallen und die 1.200 Meter lange Loipe ausprobieren – oder deine Zielgenauigkeit im Biathlon testen. Eine Abfahrtspiste gibt es hingegen nicht, dafür aber eine konstante Temperatur von minus vier Grad! 

Ab in den Untergrund

Unter der Erde ist es in diesen Tagen deutlich kühler als oberhalb – und deshalb ab in den Untergrund! 

Wenn du dich schon immer mal wie ein Bergarbeiter fühlen wolltest, lohnt ein Besuch in einem von Hunderten Bergwerken, Tagebauten oder Stollen in Deutschland. In vielen werden Führungen angeboten. 

Außerdem warten in Deutschland rund 50 Schauhöhlen darauf, erforscht zu werden. Schauhöhlen sind solche, die zwar natürlich entstanden sind – meistens handelt es sich um Tropfsteinhöhlen –, die allerdings für Besucher ausgebaut wurden, etwa mit Treppen, Geländern und Elektrizität. Außer Bremen und Hamburg hat jedes Bundesland Höhlen vorzuweisen. 

Wer bei der Abkühlung noch etwas lernen möchte, bucht eine Unterwelten- oder Bunker-Tour. Berlin war Vorreiter, aber auch andernorts, etwa in Hamburg, Hagen oder Kassel, lassen sich Bunker bei Führungen besichtigen.

Chillen in der Eisbar

Ein Gläschen trinken – und das im dicken Fellmantel. Ist bei 35 Grad vielleicht nicht dein erster Gedanke, aber durchaus möglich. Denn auch innerhalb Europas sind Eisbars verbreitet, wobei nicht alle im Sommer geöffnet haben. In Deutschland gibt es in der Diskothek Index in Niedersachsen die größte permanente Eisbar der Welt – mit dabei ist auch eine Rodelbahn. 

Aber auch in anderen Städten sind Eisbars verbreitet: Oslo, Amsterdam, Stockholm, Paris, KopenhagenLondon, Barcelona, Rom oder Prag – hier finden sich überall permanente Eisbars, die entweder komplett oder zu weiten Teilen aus Eisblöcken hergestellt sind.

Meistens allerdings ist es nur ein kurzer Spaß, denn nach 20 Minuten wird es bei Temperaturen zwischen minus sieben und minus 18 Grad den meisten Gästen zu kalt.

Video-Anleitung: So baust du deine eigene Klimaanlage

Kulturelle Abkühlung

Bei Sonne und Wärme zieht es die meisten Menschen nach draußen. Doch manchmal ist es drinnen sogar erfrischender. Ein Museumsbesuch kann somit auch für Abkühlung sorgen, denn einige Kunstwerke müssen aufgrund ihrer Struktur bei konstant niedrigen Temperaturen gelagert und ausgestellt werden.

Das Klimahaus in Bremerhaven hat eine Antarktis-Abteilung, in der es ebenfalls eisig wird, weshalb man sie auch in voller Polaranzug-Ausstattung betreten sollte.

Eine Eiswelt gibt es auch in Karls Erlebnisdorf Rövershagen in der Nähe von Rostock. Eisschnitzer unter anderem aus Japan, Malaysia, Thailand, Jakutien und Russland haben die Fantasie-Kunstwerke erschaffen.

Und übrigens: Auch Bibliotheken eignen sich häufg für eine Auszeit von der Hitze.

Wie sich minus 196 Grad anfühlen

Eigentlich dienen die Kältekammern bei Outdoor-Ausrüstern wie Globetretter dazu, die Ausrüstung auf widrige Wetterbedingungen zu testen. Aber vielleicht lässt sich ja ein Abstecher machen? Viele Filialen, etwa in München, Hamburg, oder Dresden, haben eigene Kältekammern. 

Wer das Extreme sucht, besucht eine Kühlkammer. Meistens geht das nur ärztlich verordnet, denn bei der Kältetherapie, auch Kryo genannt, werden Temperaturen von bis zu minus 196 Grad gemessen. Und einen Polaranzug gibt es dafür nicht, betreten wird die Kühlkammer in Badebekleidung und ausharren musst du drei Minuten. Damit sollen Krankheiten wie Rheuma oder Arthritis gelindert werden. 

Ist dir das zu extrem, schau doch einfach mal, ob das Spa oder die Sauna nebenan eine Eistonne, ein Eisbecken oder eine Kältekammer haben. 

Schlittschuhe anziehen

Viele lokale Eislaufbahnen sind nur im Winter geöffnet, wenn die Menschen mehr Lust auf Schlittschuhlaufen und Eishockey haben und weniger Energie für den Betrieb der Halle gebraucht wird.

Doch einige bieten ihre Dienste das ganze Jahr über an, etwa die Willinger Eissporthalle, die Eissporthalle Volksbank-Arena in Hamburg, die Eislaufhalle in Bad Sachsa oder das Eisstadion Braunlage. In Hamburg könnt ihr zweimal die Woche auch zum Eisstockschießen antreten und euer Talent testen.

Irgendwo ist immer Winter

Wenn auf der Nordhalbkugel Sommer ist, ist im Süden Winter. Auf Südamerikas höchstem Berg, dem Aconcagua in Argentinien herrschen aktuell bis zu minus 39 Grad, und auf dem Mount Fairweather im US-Bundesstaat Alaska fällt gerade Schnee...

Aber für niedrigere Temperaturen musst du gar nicht so weit reisen: Wie wäre es mit einem Kurztrip nach Reykjavik (15 Grad), Spitzbergen (7 Grad) oder auf die Färöer (13 Grad)? Dort ist es zwar Sommer, die Temperaturen taugen aber eher zurAbkühlung als zum Sonnenbaden am Strand.

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