Zahlreiche Fluggesellschaften, darunter Lufthansa, KLM, Emirates und British Airways, reagieren auf die Krise zwischen den USA und dem Iran und fliegen derzeit nicht über den Persischen Golf oder den Golf von Oman, meldet die „Deutsche Welle“. Zuvor hatte bereits die zivile US-Luftahrtbehörde FAA amerikanischen Airlines untersagt, über die Gewässer zu fliegen.

Golf-Konflikt: Flüge aus Europa nach Indien gestrichen

Betroffen sind beispielsweise Flüge aus Europa und Amerika nach Indien, die teilweise gestrichen wurden. Die Lufthansa wird Irans Hauptstadt Teheran aber weiterhin anfliegen.

FAA hatte in der Nacht den iranischen Luftraum teilweise für amerikanische Airlines gesperrt, nachdem am Vortag eine amerikanische Drohne vom Iran abgeschossen worden war. Der Iran gibt an, die Amerikaner wären unerlaubt in den Luftraum eingedrungen, die USA dementieren das – und gaben kurzfristig sogar Luftschläge frei.  

Die Luftfahrtbehörde warnt deshalb vor verstärkten Miliäraktionen im Persischen Golf, die eine Gefahr für die Sicherheit von Passagierflugzeugen darstellen. In einem auf Twitter veröffentlichten Statement spricht die FAA von „gestiegenen politischen Spannungen“. 

Obwohl das Verbot offiziell nur für amerikanische Linien wie American Airlines, Delta oder United Airlines gilt, haben auch europäische und asiatische Fluggesellschaften reagiert. Außer Lufthansa, KLM, Emirates und British Airways haben auch Singapore Airlines, Malaysia Airlines und Qantas Airlines Flüge über das Krisengebiet gestrichen.