Schreck-Moment am Flughafen in Chandigarh im Norden von Indien: Ein Airbus A320 mit 175 Personen an Bord meldete eine Entführung! Sofort wurde eine Sicherheitskette in Gang gesetzt, Polizei und Bereitschaftstruppen wurden mobilisiert und gingen von einer absoluten Notfall-Lage aus, meldet das Portal „Flysmart24“. 

Doch einen solchen Notfall gab es gar nicht, denn eigentlich wollte der Pilot eines Air-Asia-Fluges nach Srinagar nur um eine außerordentliche Landefreigabe bitten, weil das linke Triebwerk ausgefallen war. Dafür musste er einen Code eingeben, bei dem er sich allerdings vertippte – mit jenen fatalen Folgen. Er korrigierte seinen Fehler zwar unmittelbar, die Mobilisierung war da allerdings schon aktiviert.

Polizei und Sicherheitspersonal will Antworten

Die Piloten baten, nach Neu-Delhi, von wo aus sie gestartet waren, zurückkehren zu dürfen, doch das ließ der Flughafen von Chandigarh nicht zu: Das Flugzeug musste landen, damit die Besatzung der Polizei und den Sicherheitsikräften die Situation erklären konnte.

Die Passagiere strandeten zunächst, da Air Asia keinen Alternativflug anbieten konnte. Der Airbus A320 wurde für insgesamt 26 Stunden gegroundet.

Zu dem Vorfall kam es bereits am 9. Juni, er wurde allerdings erst jetzt von lokalen Medien aufgegriffen und über die Website „Aviation Herald“ verbreitet. 

Einen ähnlichen Vorfall gab es 2011 bei United Airlines: Ein Pilot auf dem Weg von Chicago nach Frankfurt löste über Toronto versehentlich den Entführungsalarm aus – als er Kaffee verschüttete, der auf der Instrumententafel Kurzschlüsse auslöste. Dadurch wurden Sicherheitscodes an den nächstgelegenen Flughafen gesendet.

In Toronto hatte man bereits eine Landebahn gesperrt, um das Flugzeug mit 255 Personen an Bord zu empfangen, so der „Aviation Herald“ damals.