Homophobe Ryanair-Passagiere beleidigen Frau im Flieger

Homophobe Ryanair-Passagiere beleidigen Frau im Flieger

Eine Passagierin soll auf einem Flug mit Ryanair von einer Gruppe übel beschimpft worden sein – offenbar soll den Männern ihre Homosexualität nicht gepasst haben. Das ließ sie nicht auf sich sitzen.

Dieses Foto twitterte Laura, während sie im Flieger von einer Männergruppe beschimpft worden sein soll.
Dieses Foto twitterte Laura, während sie im Flieger von einer Männergruppe beschimpft worden sein soll.

Foto: twitter.com/Laura Muldoon

Als „elende Schlampe“ und „Lesbe“ soll die Ryanair-Passagierin Laura Muldoon auf einem Flug am Mittwoch von Stansted nach Sevilla beleidigt worden sein. Sie beschuldigt eine fremde Gruppe von Männern, die mit ihr im Flieger gesessen haben soll. Als Beweis zückte sie ihr Smartphone, fotografierte sie und teilte ihre Geschichte auf Twitter.

Passagierin im Ryanair-Flieger von Männern beleidigt – Foto soll die Gruppe zeigen

Sollte es sich tatsächlich um die pöbelnden Männer handeln, schienen diese offenbar ziemlich stolz auf ihre homophobe Hass-Tirade zu sein. Auf Lauras Foto zeigt sogar einer die Mittelfinger.

Diese kommentiert die unverschämte Geste sarkastisch: „Erstes Urlaubsfoto! Diese Kerle riefen mir zu, dass ich eine ‚elende Schlampe‘ und ‚Lesbe‘ (gut beobachtet!) sei.“ 

Laura macht aus ihrer Homosexualität keinen großen Hehl, wirft in dem Tweet allerdings der Ryanair-Crew vor, tatenlos zugesehen zu haben. Der reisereporter hat die irische Billig-Airline diesbezüglich kontaktiert, die Anfrage blieb bislang unbeantwortet.

Doch zumindest auf Lauras Post reagierte die Airline. Sie entschuldigte sich für den Vorfall und bat sie darum, eine Beschwerde über das Kontaktformular einzureichen.

Angriff gegen Homosexuelle sorgt für Shitstorm

Ein müder Trost für Laura, die nach eigenen Angaben als Social-Media-Managerin für das Museum of London arbeitet. Rückendeckung bekam sie allerdings von der Netzgemeinde, der Tweet hat Tausende Likes und wurde mehr als 3.000-mal geteilt.

In den Kommentaren fordert eine Userin von Ryanair, nicht Laura die Arbeit machen zu lassen, sondern sie umgehend anzurufen und den Fall zu klären. Und damit ist sie nicht allein. Andere Nutzer wie Alex Valk finden die Aktion absolut „widerwärtig“ und hoffen, dass Laura ordentlich von der Airline entschädigt wird. 

Lauras Mutter Florence, die in den Kommentaren mitmischte, gehe es nicht um eine Entschädigung, sondern um den Schutz von Passagieren. Die Antwort der Fluggesellschaft akzeptiere sie nicht und verlange Menschlichkeit. Und sie droht, mit dem Vorsitzenden Michael O’Leary zu sprechen.

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