Airbus und Boeing versinken im Meer – das ist der Grund

Boeing und Airbus versinken im Meer – das ist der Grund

Gleich zwei Flugzeuge landen im Meer und versinken. Doch weder in Bahrain noch in der Türkei wird von einem Absturz berichtet – denn die Flugzeugwracks sollen eine Touristen-Attraktion werden.

Ein Flugzeug droht im offenen Meer zu versinken.
Ein Flugzeug droht im offenen Meer zu versinken. Doch das soll es auch – wie jetzt?

Foto: youtube.com/Dive Magazine (Screenshot)

Es ist dunkel – das Cockpit von Algen überwachsen, die Sitze vom Salzwasser angefressen. An menschliches Leben erinnert im gesunkenen Flugzeug nichts mehr, stattdessen bewohnen Meerestiere das Wrack. Ein leichter Schauer fährt dir über den Rücken.

In Bahrain und in der Türkei soll genau diese Szenerie Touristen locken.

Video zeigt, wie die Türkei den Airbus A330 im Meer versenkt

Vor der Küste der Türkei landete ein Airbus A330 im Wasser: Allein die Aktion, bei welcher die 90 Tonnen schwere Maschine am 14. Juni 2019 in der nördlichen Ägäis versenkt wurde, sorgte für Aufsehen.

Mehrere Boote zogen das für Mittel- und Langstrecke eingesetzte Flugzeug circa zwei Kilometer vom Hafen Ibrice auf das offene Meer und ließen es dort 30 Meter hinunter.

Durch den rund 65 Meter langen und 60 Meter breiten Airbus können nun Taucher schwimmen. Der professionelle Taucher Serdar Savasal, der an der Aktion beteiligt war, konnte seine Aufregung um den neuen Spot kaum zurückhalten: „Ich glaube, dass dank dieses Tauchspots viele Taucher, insbesondere aus Griechenland und Bulgarien, hierher kommen werden.“

Es gebe kein anderes Flugzeug, das versenkt wurde und das größer sei als dieses, sagte er der deutschen Ausgabe der türkischen „Hürriyet“.

Auch der stellvertretende Gouverneur Ali Uysal erhofft sich durch die Tauch-Attraktion einen Geldregen: Umgerechnet solle ein Taucher 1.800 bis 2.700 Euro ins Land bringen, bei einem gewöhnlichen Tourist seien es zwischen 450 und 580 Euro, rechnete er gegenüber der türkischen Zeitung „Hürriyet Daily News“ vor.

Für Unerfahrene sei der spezielle Tauchgang jedoch nichts, meint Profi Serdar Savasal. Mindestens zwei Tauchgänge sollten vorab schon gemacht worden sein, rät er. Mit der Zeit sollen dann auch Meeresbewohner in dem künstlich geschaffenen Riff ein neues Zuhause finden. 

Künstliches Riff in Flugzeug-Wrack als gehypter Taucher-Spot

Im Bahrain wurde nur wenige Tage zuvor ein noch größeres Flugzeug, zumindest was die Länge von 70 Metern betrifft, ins Meer gelassen. Eine ausrangierte Boeing 747 soll das Herzstück des im August eröffnenden Unterwasser-Themenparks im Königreich am Persischen Golf werden.

Das „Dive Bahrain“ soll auf einer Fläche von 100.000 Quadratmetern ein ganzes Schlaraffenland für Taucher werden. Als Devise gelte dabei aber der Umweltschutz: Das Flugzeug sowie weitere versunkene Gegenstände wie Kunstskulpturen sollen zuvor gereinigt und von schädlichen Teilen und Stoffen befreit worden sein.

Interessierte sollten dennoch beachten, dass es trotz „umfassender örtlicher Sicherheitsvorkehrungen“ zu „Gefährdungen durch terroristische Aktivitäten sowie Risiken über die bestehende Landverbindung“ kommen könne, warnt das Auswärtige Amt zu Reisen nach Bahrain.

In jedem Fall benötigst du für die Einreise ein Visum, das du vorab am besten elektronisch beantragst.

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
Das könnte dich auch interessieren
Zur
Startseite