Cancún: Geheimtipps abseits der Touri-Pfade | reisereporter.de

Cancún alternativ – Geheimtipps abseits der Touri-Pfade

Cancún hat viel mehr zu bieten als Bettenburgen, Partybeats und Touriabzocke – das weiß nur kaum einer. Wenn du Urlaub der gechillten Art willst, schau dir die Nordküste mit noch unberührten Traumstränden an.

Weit und breit kein Mensch in Sicht.
Isla Blanca ist die Karibik von Mexico und momentan noch nicht so überlaufen von Touristen.

Foto: Sandra Weber

Cancún besteht aus zwei Teilen – der touristischen Zona Hotelera und dem von Einheimischen bewohnten Zentrum auf dem Festland. Eigentlich gibt es aber noch einen dritten Teil abseits vom Trubel: die Nordküste Cancúns, beginnend mit dem Hafen Puerto Juárez, zwei Kilometer nördlich vom Zentrum.

Cancún: Hier findest du Ruhe abseits vom Trubel

Bevor der Touristenmagnet Cancún künstlich aus dem Boden gestampft wurde, hatte sich hier die ursprüngliche Bevölkerung Cancúns angesiedelt. Der Ort war seit 1960 eigenständig und wurde erst 1990 in Cancún eingegliedert.

Ein Vogelschwarm über der Playa el Niño.
Ein Vogelschwarm über der Playa el Niño. Foto: Sandra Weber

Ein Stück weiter nördlich schließt sich eine kleine Gated Community mit Wohnhäusern und einigen Hostels und Bed and Breakfasts an – Villas Playa Blanca. Gegenüber, nur durch eine Straße vom Gelände getrennt, liegt der Playa el Niño.

Der palmengesäumte weiße Sandstrand in der kleinen Bucht kann es durchaus mit einigen Stränden der Zona Hotelera aufnehmen – nur wird der Playa el Niño größtenteils von der einheimischen Bevölkerung frequentiert.

In Playa Blanca gibt es viele Villen.
In Playa Blanca gibt es viele Villen. Foto: Sandra Weber

Statt Techno Beats gibt’s hier eher Mariachi, Hundegebell und viel gute mexikanische Laune auf die Ohren. Und im Restaurant La Palapa Beach (an der Barrio del Niño Jesús) genießt du frischen Fisch und ein kühles Bier mit Limone.

Von einer Unterkunft in den Villas Playa Blanca – das Margaritas B&B ist sehr zu empfehlen – hast du vom Balkon aus einen herrlichen Blick auf den Strand, das grün-türkis-blau schimmernde Wasser und die weit entfernten Luxushotels der Zona Hotelera. 

Du wirst hier zum Frühaufsteher, nur um zu sehen, wie die aufgehende Sonne den Tag begrüßt und das Meer in immer noch mehr Farben wirft.

Herrliche Sonnenaufgänge bekommst du fast jeden Morgen in Cancún.
Herrliche Sonnenaufgänge bekommst du fast jeden Morgen in Cancún. Foto: Sandra Weber

Alternative zur Zone El Rey: Die Mayastätte El Meco

Auch die Kultur kommt nicht zu kurz. Unbekannter, dafür aber besser erhalten und weniger überlaufen als die archäologische Zone El Rey in der Zona Hotelera ist die Mayastätte El Meco, zwei Kilometer nördlich der Villas Playa Blanca.

Reste alter Mayatempel und -pyramiden mitten im Dschungel und unweit der Bucht der Isla Mujeres zeugen von den ursprünglichen Bewohnern des heutigen Touristenparadieses. Der Eintritt kostet dich etwa 2,60 Euro. 

El Meco ist eine einzigartige Sehenswürdigkeit.
El Meco ist eine einzigartige Sehenswürdigkeit. Foto: Sandra Weber

Der absolut heiße Cancún-Geheimtipp: Playa Blanca

Immer wieder wird einem ja geflüstert, Cancún sei zu überlaufen und eigne sich nicht, die wahren Traumstrände der Riviera Maya kennenzulernen. Doch weit gefehlt! Insider wissen: Die Strände von Isla Blanca gehören zu den schönsten der Riviera Maya.

Mexikaner sprechen von „Playas vírgenes en Cancún“ – „jungfräuliche Strände in Cancún“, im Deutschen dann wohl doch besser übersetzt mit „unberührte Strände“.

Du musst eine gewisse Strecke im Auto hinlegen, um ans Ziel zu kommen, am besten im Mietwagen. Isla Blanca liegt ganz am oberen Ende der schmalen Landzunge, die nördlich der Villas Playa Blanca beginnt und sich über 25 Kilometer erstreckt. Dieser Landstrich, der offiziell zur Isla Mujeres gehört, heißt Zona Continental de la Isla Mujeres. Zwischen smaragdgrünem Meer und blauer Lagune, vorbei an Mangrovenwäldern, erlebst du eine atemberaubende Fahrt.

Von dem Hotel hat man einen wunderschönen Blick auf die Isla Blanca.
Von der Straße aus hat man einen wunderschönen Blick auf die Isla Blanca. Foto: Sandra Weber

Am Ziel findest du verlassene weiße Traumstrände vor und die grün-blau schillernde Karibik, die sich hier mit der Lagune Chacmuchuch vereint – und sehr viel Ruhe unweit der Touristenhochburg Cancún. Du kannst im seichten Meerwasser schwimmen oder in der einige Meter tiefen Lagune. Auch unter Kitesurfern ist Isla Blanca beliebt.

Unter der Woche hast du mit etwas Glück einen der Traumstrände der Isla Blanca ganz für dich allein. Nimm etwas zu trinken und zu essen mit. Am Wochenende ist mittlerweile mehr los, vor allem Mexikaner frequentieren den Strand, meist hat eine kleine Strandbar geöffnet.

Ciudad Mujeres: Das nächste Cancún?

Die mexikanische Regierung hat die Zona Continental de la Isla Mujeres als nächstes Big Thing im Visier und verfolgt ehrgeizige Pläne: Die ersten großen Hotels werden bereits gebaut, in den nächsten 20 bis 25 Jahren sind sage und schreibe 24.600 neue Zimmer geplant. Nach Cancúns Vorbild soll eine neue Touristenmetropole künstlich aus dem Boden gestampft werden – Ciudad Mujeres.

Wie jetzt schon die südliche Landzunge Cancúns werden dann die Bettenburgen der großen Hotelketten auch die nördliche Landzunge das Bild dominieren. Du solltest dich also beeilen, um Isla Blanca, das „jungfräuliche“ Karibikidyll bei Cancún, noch kennenzulernen.

Wenn du eher der Typ Alternativreisender bist, sei dir der Norden Cancúns wärmstens ans Herz gelegt. Hier bist du unter Mexikanern, hast mehr Ruhe als auf der Zona Hotelera und den Strand vor der Nase. Falls dir dann doch mal nach mehr Jubel, Trubel, Heiterkeit ist, kannst du jederzeit ein Taxi (etwa 2,80 Euro) oder einen Bus (etwa 60 Cent) ins Zentrum oder in die Zona Hotelera (Taxi etwa 6 bis 10 Euro, Bus 1,20 Euro) nehmen. Vom Puerto Juárez fahren halbstündig Fähren auf die zehn Kilometer entfernt vorgelagerte Isla Mujeres.

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