Für Taucher ist die Sichtung eines Oktopus ein echtes Highlight – doch auf Tuchfühlung wollen dann doch nur die wenigsten mit dem achtarmigen Kraken gehen. Und genau solch eine ungewollte Begegnung machte nun ein Taucher vor der Halbinsel Garrow im Japanischen Meer. Das berichtet die australische „News.com“.

Video zeigt, wie der Krake die Tentakel um den Taucher schlingt

Während seines Tauchgangs wurde der Russe Mayak Gamov gefilmt – die Aufnahmen zeigen den Schreckmoment: Wie aus dem Nichts taucht der Krake unter der Gruppe auf und packt Mayaks rechtes Bein. Dieser bleibt ruhig und schwimmt weiter, während der Oktopus seine acht Fangarme um ihn schlingt.

Auf der Jagd halten Oktopusse mit ihren Saugnäpfen die Beute fest, versuchen sie zum Mund zu ziehen und dort mit dem rasiermesserscharfen Hornschnabel zu zerkleinern. Im Schlund spuckt der Oktopus dann einen Verdauungssaft aus, der die Beute auflöst.

Bei Taucher Mayak kam es nicht so weit: Im Video ist zu sehen, wie der Krake noch einige Zeit am Zipfel der Taucherflosse hängt und dann in Richtung Meeresgrund davonzieht. 

Ob es Neugierde war, er sich von den Menschen bedroht fühlte oder tatsächlich Jagd auf den Taucher machen wollte? Letzteres ist wohl eher unwahrscheinlich, immerhin gelten Kraken als echte Genies. 

Dieser Krake ist für den Menschen lebensgefährlich

Wirklich gefährlich hingegen könnte eine solche Begegnung mit einer besondes giftigen Art werden: dem Blaugeringelten Kraken. Sein Speichel enthält ein Nervengift, das bei einem Biss die Muskeln lähmt – im schlimmsten Fall kann dann die Atemmuskulatur versagen.

Pures Glück hatte ein Urlauber in Australien, der ein solches Tier an einem Strand entdeckte und prompt in die Hand nahm. Passiert ist ihm bei der naiven Aktion nichts.