Tickets für 99 Cent: Was kann Flixbus-Konkurrent BlaBlaBus?

Tickets für 99 Cent: Was kann Flixbus-Konkurrent BlaBlaBus?

BlaBlaBus fährt seit Ende Juni durch Deutschland. Der neue Flixbus-Konkurrent ging mit Kampfpreisen an den Start: Für 99 Cent werden die Tickets angeboten. Was gibt's dafür? Wir haben den Videotest gemacht.

Fernbus der Gesellschaft Blablabus am Hauptbahnhof Frankfurt, er macht Flixbus Konkurrenz.
Fernbus der Gesellschaft BlaBlaBus am Hauptbahnhof Frankfurt, er macht Flixbus Konkurrenz.

Foto: imago images / Ralph Peters

Da ist ein Kaffee beim Bäcker teurer: „Ab 0,99 Euro durch Deutschland und ganz Europa“ – mit dieser Ansage lockt BlaBlaBus zum Start in Deutschland.

Das französische Start-up hat die roten Busse am Montag, 24. Juni, erstmals auf die Straße geschickt. Was kann der Konkurrent des Quasimonopolisten Flixbus, der aktuell etwa 95 Prozent des Fernbusmarktes kontrolliert?

Video: Testfahrt mit dem BlaBlaBus

 

So teuer sind BlaBlaBus-Tickets

Für etliche Strecken gibt es Tickets auf der Website bereits ab 99 Cent. „Das gilt für innerdeutsche Strecken“, sagt BlaBlaBus-Sprecherin Jasmin Schlegel dem reisereporter. Wir haben im Juni den Test gemacht für mehrere Strecken:

Eine Fahrt von Hannover nach Berlin kostete am 24. Juni 99 Cent. Gleiches gilt für den Rückweg, hier allerdings nur unter der Woche. Am Samstag und Sonntag müssen bereits 14 Euro gezahlt werden. 

Eine Busfahrt für 99 Cent können Fahrgäste aktuell buchen.
Eine Busfahrt für 99 Cent können Fahrgäste aktuell buchen. Foto: BlablaBus.com (Screenshot)

Für eine Fahrt von Berlin nach Frankfurt gibt es für alle Wochentage Tickets für 99 Cent, beim Rückweg gilt das bis auf Sonntag, dann müssen 9 Euro gezahlt werden.

Ein weiterer Haken: Die 99-Cent-Tickets sind von Umtausch und Erstattung ausgeschlossen. Wollen Reisende ein solches Ticket, kostet das bereits für die Strecke Berlin–Frankfurt 8,99 Euro, für Hannover–Berlin 13,99 Euro.

Die 99-Cent-Tickets sind ein Lockangebot. „Es gilt bis Ende September“, sagt Jasmin Schlegel. Wie teuer Tickets danach werden, dazu gab sie keine Auskunft.

Auf Tickets für Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren gibt es, so heißt es auf der Website, immer 25 Prozent Rabatt.

Diese Strecken fährt der BlaBlaBus

BlaBlaBus startet auf fünf Strecken:

  • Frankfurt nach Berlin Tegel mit Halt in Leipzig, Potsdam, Berlin
  • Dresden nach Bremen mit Halt in Potsdam, Berlin, Berlin Tegel, Hamburg, Bremen
  • Berlin nach München mit Halt in Leipzig, Nürnberg, Ingolstadt, München Flughafen
  • Berlin Tegel nach Düsseldorf mit Halt in Berlin, Magdeburg, Hannover, Bielefeld, Dortmund
  • Hamburg nach Düsseldorf mit Halt in Osnabrück und Duisburg

Übrigens: Wenn bei der Buchung eine Strecke ausgewählt wird, die noch nicht vom BlaBlaBus abgefahren wird, werden den Reisenden Angebote für Auto-Mitfahrgelegenheiten von BlaBlaCar angezeigt.

Im Juli sollen noch zehn weitere Ziele hinzukommen, darunter Stuttgart, Münster, Karlsruhe und Mannheim.

Bis Ende 2019 sollen in Deutschland, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden insgesamt 70 Städte bedient werden. Flixbus bietet nach eigenen Angaben inzwischen 451 Verbindungen in insgesamt 28 Ländern an. 

Die Ausstattung der Busse 

Die Ausstattung der Busse ist mit denen bei Flixbus vergleichbar. „In jedem BlaBlaBus gibt es kostenloses WLAN und Steckdosen, und wir haben verstellbare XL-Sitze“, sagt Jasmin Schlegel. Im Vergleich zu anderen Bussen gebe es weniger Sitze – konkrete Zahlen hat sie noch nicht bekannt gegeben.

Außerdem könne jeder Fahrgast zwei Handgepäckstücke und zwei Koffer mitbringen. Die Busse sind zudem barrierefrei, Menschen im Rollstuhl sollen reibungslos einsteigen können. Wer wissen will, wo der Bus aktuell genau ist, kann das Tracking in Echtzeit nutzen.

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